Düsseldorf ( rgm ). Eier gehören seit dem elften Jahrhundert zu Ostern : Einfarbig oder bunt gefärbt, kunstvoll geritzt, bemalt oder beklebt schmücken die kleinen Ovale Nester und Frühlingssträuße. Eier kommen bereits 24 bis 48 Stunden nach dem Legen in den Handel. Nach einer Mindestreifezeit von drei Tagen erreichen sie ihr volles Aroma. 7 bis 14 Tage alte Eier lassen sich nach dem Kochen leichter schälen als legefrische Exemplare. Denn wie gut sie sich pellen lassen, ist vom Alter der Eier abhängig und nicht vom " Abschrecken " mit kaltem Wasser.

Der Packungsaufdruck verrät die Frische der Eier. Entweder ist das genaue Legedatum dort aufgeführt oder es lässt sich nach der Formel Mindesthaltbarkeitsdatum minus 28 Tage einfach berechnen. Wenn keine Packung vorhanden ist, hilft der Frischetest. Dazu wird das Ei in ein Glas mit kaltem Wasser gelegt. Bleibt es am Boden, ist es sehr frisch. Je älter das Ei ist, umso größer ist die Luftkammer im Ei und umso mehr richtet es sich auf. Ein zwei bis drei Wochen altes Ei hält sich fast senkrecht in der Schwebe und sollte bald verspeist werden. Schwimmt es bereits obenauf, dann ist die Eieruhr abgelaufen.

Prinzipiell gilt, dass bis zum angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum Eier auch roh verwendet werden können. Voraussetzung ist, diese werden innerhalb von zwei Stunden nach Zubereitung verzehrt oder kommen in den Kühlschrank oder in die Tiefkühltruhe. Auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus lassen sich Eier durchaus noch einsetzen, allerdings nur erhitzt. Je nach Größe und Ausgangstemperatur sollten sie jedoch zehn bis zwölf Minuten hart gekocht werden.

Ein Enzymsystem in Eiern sorgt dafür, dass sich Keime im Ei-Inneren nicht vermehren können. Doch verliert dieser natürliche Schutzschild durch häufige und extreme Temperaturschwankungen seine Wirkung.

Um Qualität und Frische optimal zu erhalten, empfiehlt es sich, Eier grundsätzlich gleich nach dem Kauf zwischen fünf und acht Grad Celsius kühl, trocken und lichtgeschützt zu lagern. Zudem sollten Eier in einer geschlossenen Eierbox aufbewahrt werden, um sie vor Fremdgerüchen zu schützen.

Auch einem gekochten Osterei ist sein Alter anzusehen. Die Lage des Dotters verrät es. Befindet sich dieser zentral im längs aufgeschnittenen Ei und ist die Luftkammer klein, war das Ei frisch. Ist der Dotter zur Schale hin verlagert, weist das auf ein älteres Ei hin. Als Alterserscheinung wird auch gerne ein blaugrüner Ring rund um das Eigelb gehalten. Er ist jedoch nur ein Zeichen dafür, dass das Ei lange gekocht wurde. Die Färbung beruht auf einer Reaktion des im Dotter vorhandenen Eisens mit Schwefel aus dem Eiklar und ist völlig unbedenklich.