Stuttgart ( ddp ). Wenn der Garten ab März aus dem Winterschlaf erwacht, beginnt auch die Pflanzsaison. Dann wird es Zeit zu entscheiden, welche Pflanzen in den Garten sollen. Stauden ermöglichten auch auf kleinstem Raum üppige Gartenbilder, empfiehlt die " gartenberatung. info ". Für Anfänger eignen sich robuste Arten, die gut miteinander harmonieren und auch kleinere Fehler bei der Wahl des Standortes verzeihen. Dazu zählen Frauenmantel ( Alchemilla mollis ), Storchschnabel ( Geranium ), Taglilien ( Hemerocallis ) und Schwertlilien ( Iris ). Diese Arten sind nach Auskunft der Experten auch leicht zu vermehren.

Als Stauden werden ausdauernde Pflanzen bezeichnet, deren Triebe – anders als bei Gehölzen – nicht verholzen. Statt permanent in die Höhe zu wachsen wie Sträucher oder Bäume, ziehen Stauden am Ende der Vegetationsperiode ein und treiben jährlich aus nahe am Boden überdauernden Knospen wieder aus. Bekannte Stauden sind Funkien, Herbstastern, Taglilien oder Fette Henne. Auch Farne und ausdauernde Gräser werden zu den Stauden gerechnet.

Nur die toten Triebe werden abgeschnitten

Nicht in diese Pflanzengruppe gehören botanisch viele Kräuter, erklären die Gartenberater. So werden Lavendel, Thymian und Salbei zu den Halbsträuchern gerechnet, deren Triebe verholzen und einen regelmäßigen Rückschnitt benötigen. Bei den Stauden hingegen werden nur die toten Triebe abgeschnitten, nachdem im Herbst die Pflanzen ihre Kräfte in den bodennahen Bereich verlagert haben. Hochstauden wie Wald-Geißbart ( Aruncus dioicus ), Silberblatt ( Lunaria rediviva ) und Eisenhut ( Aconitum napellus ) eignen sich als Hintergrund in schattigen Staudenbeeten. Der Wald-Geißbart, dessen frische Triebe früher gesammelt und wie Spargel zubereitet wurden, kann ein für Stauden biblisches Alter erreichen. Bis zu 100 Jahre überdauere die Pflanze am selben Platz, informieren die Fachleute.

Für sonnige Standorte vor Gartensträuchern eignen sich wärmeliebende Stauden wie Diptam ( Dictamnus albus ), Graslilie ( Anthericum liliago ) und Blut-Storchschnabel ( Geranium sanguineum ).