Frage : Leidet mein Hund

unter Schnee und Kälte ?

Braucht er Hundeschuhe und eine Mantel ?

Es antwortet Tierarzt Dr. Klaus Kutschmann : Gesunde Hunde mit einem dichten Fell benötigen auch bei Minusgraden keinen zusätzlichen Schutz. Älteren Tieren oder kleinen Hunden mit einem kurzen, dünnen Haarkleid kann man bei kaltem und feuchtem Wetter durchaus einen Schutzmantel anziehen. Die Spaziergänge sollten nicht zu sehr ausgedehnt werden und die Tiere müssen in Bewegung bleiben.

Tiere, die es gewöhnt sind im Freien zu sein, können bei geringem bis mittlerem Frost ohne weiteres draußen bleiben. Sie benötigen in der Regel ausreichend Futter und Trinkwasser und eine trockene, zugfreie Unterkunft. Für Hunde ist eine gedämmte Hütte mit Einstreu ausreichend.

Die empfindlichen Pfoten kann man vor dem Ausführen mit einer milden Hautcreme für Tiere einfetten. Nach dem Auslauf sollten, falls erforderlich, die Pfoten des Tieres von Eis- und Streusalzresten durch Baden in lauwarmem Wasser befreit werden. Bei empfindlichen Tieren oder beim Vorliegen von Ballenverletzungen sind passende Hundeschuhe, falls die Tiere diese denn tolerieren, als Schutzmaßnahmen zu empfehlen.

Zeigt ein Tier während des Spazierganges infolge der Reizung der empfindlichen Fußballen Schmerzen, kann durch Laufen im lockeren Schnee das Streusalz entfernt werden.

Viele Hunde nehmen gern Schnee und Schneebälle auf. Auch hier ist wieder die Dosis entscheidend. Kleine Mengen werden meist gut vertragen. Werden jedoch wiederholt größere Schneemengen aufgenommen, so kann sich eine Magen-Darm-Entzündung entwickeln, die mit Erbrechen und blutigem Durchfall einhergehen kann.