Magdeburg ( rgm ). " Nicht nur die Liebe geht durch den Magen ", denn häufig wird dem Magen viel abverlangt : Eiskalte Getränke, scharf gewürzte Speisen, Kartoffelchips und Süßigkeiten gehören ebenso dazu wie Stress, Tabakrauch oder Medikamente. Irgendwann reagiert der Magen darauf. Völlegefühl, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung sind dann Warnsignale dafür, dass etwas nicht mehr stimmt.

In der Regel klingen die Beschwerden bald wieder ab. In anderen Fällen halten diese jedoch über längere Zeit an. Insbesondere dauerhafte oder regelmäßig wiederkehrende Oberbauchschmerzen können ein Hinweis auf ernsthafte Erkrankungen wie Gastritis oder Magen- / Darmgeschwüre sein.

Verantwortlich ist in den meisten Fällen das Bakterium Helicobacter pylori. Heutzutage hat dieser Magenkeim bereits mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung infiziert. In Deutschland ist jeder Dritte betroffen. Bei jedem Infizierten wird eine chronische Magenschleimhautentzündung ausgelöst, aber dies muss nicht mit Schmerzen verbunden sein. Bei jedem fünften bis zehnten Betroffenen führt er jedoch zu Geschwüren, und diese erhöhen das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken.

Wie kann dieser Keim nachgewiesen werden, und wie wird man ihn wieder los ? Was hilft bei Gastritis und Reizmagen ? Und welche Behandlungsstrategien kommen heutzutage bei Magenkrebs zum Einsatz ? Das Thema Magenerkrankungen steht im Mittelpunkt beim nächsten Medizinischen Sonntag am 28. Februar in Magdeburg. Referenten sind Prof. Dr. Hans Lippert, Direktor der Universitätsklinik für Chirurgie, und Dr. Jochen Weigt von der Uni-Klinik für Gastroenterologie. Der 80. Medizinische Sonntag – eine Veranstaltungsreihe von Volksstimme, Urania und Universitätsklinikum Magdeburg – beginnt um 10. 30 Uhr und findet im Uni-Hörsaal 1, Gebäude 26 ( Nähe Uni-Bibliothek ) in der Pfälzer Straße statt. Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.