Magdeburg ( rgm ). Schon das erste Milchzähnchen, das sich aus dem Kieferknochen schiebt, soll geputzt werden. Dazu verwendet man eine weiche Baby-Zahnbürste und eine erbsengroße Menge Kinderzahnpaste, die Fluorid enthält. Der spielerische, aber konsequente Einstieg in die Zahnpflege ist wichtig, damit daraus eine selbstverständliche Gewohnheit wird und um den noch nicht vollständig ausgehärteten Zahnschmelz zu stärken.

Schon im ersten, spätestens im zweiten Lebensjahr sollte das Kind auch in der Zahnarztpraxis vorgestellt werden. Es wird sich mit der Atmosphäre bekannt machen und das nötige Vertrauen schöpfen. Der Zahnarzt wird eventuell erste Anzeichen der gefürchteten frühkindlichen Karies entdecken, die Behandlung einleiten und die Eltern über notwendige Verhaltensänderungen beraten. Bei dieser Erkrankung, die leider zunehmend häufig auftritt, sind schon bei Zwei- und Dreijährigen die oberen Schneidezähne von Karies befallen, faulen buchstäblich weg. Damit sind nicht nur Schmerzen für das Kind verbunden. Die Lautbildung ist erschwert oder ganz unmöglich, und das Kind wird nicht richtig sprechen lernen. Die Aufnahme von " bissfester", gesunder Kost ist eingeschränkt.

Und nicht zuletzt fehlen die Zähne bei der Entwicklung des Kiefers und als Platzhalter für die bleibenden Zähne.

Als Hauptursache für die frühkindliche Karies gilt der Dauergebrauch der Nuckelflasche, noch dazu wenn sie mit gesüßten oder säurehaltigen Getränken gefüllt ist. Zwischen den Mahlzeiten und zum Einschlafen gehört die Flasche nicht in Kinderhände, mahnen Zahnärzte. Und sobald das Kind sicher sitzen kann, soll es das Trinken aus dem Becher erlernen ; dann ist die Flasche passè.

Auf Ihre Fragen antwortet heute zwischen 16 und 18 Uhr Zahnärztin Dr. Nicole Primas unter Telefon ( 03 91 ) 7 39 39 21 ).