Hamburg ( rgm ). Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland etwa 80000 Fahrradunfälle. Mehr als 450 enden sogar tödlich. Vor allem Radfahrer unterschätzen die Gefahren. Die Mehrheit verzichtet beispielsweise nach wie vor auf einen Helm. Vor allem bei alltäglichen Fahrten zur Arbeit, zum Supermarkt oder zu Freunden bleibt dieser oft zu Hause. Nicht einmal jeder vierte Radfahrer trägt innerorts einen Kopfschutz, so der Deutscher Ring. Grund dafür ist vor allem Bequemlichkeit. Häufig muss es im Alltag aber auch besonders schnell gehen – in der Eile bleibt der Helm liegen. Damit setzen sich die Radfahrer jedoch großen Gefahren aus, denn drei Viertel der Unfälle passieren im Stadtgebiet. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens werden Zweiradfahrer innerhalb von Ortschaften besonders schnell übersehen.

" Neben Fahrten ohne Helm ist leider auch fehlendes Licht für die meisten Deutschen noch immer ein Kavaliersdelikt ", sagt Jens Christian Berggreen, Sicherheitsexperte beim Deutschen Ring. Mangelhafte Beleuchtung schätzt lediglich jeder dritte Radfahrer als sehr riskant ein. Dabei ist es lebensgefährlich, im Dunkeln ohne Licht unterwegs zu sein. Radfahrer sollten die Sichtbarkeit im Straßenverkehr deshalb unbedingt erhöhen. Mit ausreichender Beleuchtung, zusätzlichen Reflektoren und Signalwimpeln werden die Fahrräder seltener übersehen – Unfälle lassen sich so verhindern. "

Darüber hinaus ist vorausschauendes Fahren grundlegend für die Sicherheit im Sattel. Radfahrer sollten die spezifischen Gefahren genau kennen, denen sie ausgesetzt sind. So lassen sich brenzlige Situationen beispielsweise durch erhöhte Aufmerksamkeit und frühzeitig gedrosseltes Tempo verhindern.