Rollstuhlfahrer haben es nicht leicht im Alltag. Besonders im Strassenverkehr werden ihnen immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes Steine in den Weg gelegt. Viele Randsteine sind immer noch unüberwindbare Hindernisse, ein Großteil der Nah- und Fernverkehrsmittel verfügt nicht über ein Niederflursystem, um geheingeschränkten Menschen zu ermöglichen, diese auch zu nutzen. Die meisten Städte in Deutschland haben enormen Nachbesserungsbedarf, wenn es um die Integration behinderter Menschen in den Alltag geht.

Öffentliche Gebäude – In der Regel gut ausgestattet

Bei öffentlichen Gebäuden sieht dies schon anders aus. Viele verfügen über Aufzüge oder die praktischen Plattformlifte. In Bibliotheken, Gerichten, Universitäten und Verwaltungsgebäuden beispielsweise gehören sie mittlerweile zum äußeren Erscheinungsbild einer öffentlichen Einrichtung. Das System kennen viele ältere Menschen von den klassischen Sitzliften in ihren eigenen vier Wänden. Mit dem Unterschied, das auf dem Plattformlift der gesamte Rollstuhl Platz findet und der Gehbehinderte nicht jedes Mal umständlich umgesetzt werden muss.

Plattformlifte für jeden Gebäudetyp

Die Lifte lassen sich den individuellen Bedingungen des Hauses anpassen, in das sie eingebaut werden sollen. Zwischenetagen, spezielle Geländer und Absperrungen oder einen sogenannten Randalierungsschutz haben viele Anbieter mittlerweile im Repertoire.

Sicherheit wird GROSS geschrieben

Bei Plattformliften steht die Sicherheit an oberster Stelle. Die meisten Lifte verfügen über automatische Sicherheitsbügel und Überfahrklappen. Das verhindert, das sich der Rollstuhl unkontrolliert bewegen kann. Zusätzlich ist die Bodenplatte mit rutschfesten Unebenheiten versehen. So wird einem Wegrutschen des Rollstuhles vorgebeugt. Die meisten Plattformlifte verfügen über Notfallschalter, die entweder vom Lift aus oder am Start- beziehungsweise Endpunkt des Liftes bedient werden können. Es gibt sie sowohl für den Außen- als auch für den Innenbereich. In der Regel haben sie eine Fläche von
0,64 m². In der Regel werden sie nur eingesetzt, um Höhenunterschiede bis 1,20 Meter zu überwinden. Darüber hinaus können sie aber auch als Vertikalhubeinrichtungen zwischen zwei Etagen verwendet werden.