Krebserkrankung der Lungen und des Nasen-Rachen-Raums erkrankt sind, das Ansprechen auf die Behandlung

Frage : Bevor ich Lungenkrebs bekam, war ist starker Raucher. Kann ich nach OP und Radiotherapie unbeschadet Nikotinersatzmittel nehmen ? Oder erhöht das das Risiko eines Zweittumors ?

Es antwortet Privatdozent Dr. Jens Schreiber, Fachbereich Pneumologie am Uniklinikum Magdeburg : Zigarettenrauch ist die wichtigste Ursache des Lungenkrebses. Er enthält cirka 4000 schädigende Substanzen, wovon zahlreiche Krebserkrankungen hervorgerufen werden können. Beispiele sind polyzyklische Kohlenwasserstoffe, radioaktives Polonium, Teer und andere. Nikotin ist nicht karzinogen, ist jedoch der Bestandteil des Zigarettenrauchs, der einerseits für die Suchtentstehung verantwortlich ist und andererseits hauptsächlich für die schädigende Wirkung des Zigarettenrauchs auf die Blutgefäße verantwortlich ist – Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine sind die wichtigsten gesundheitlichen Folgen.

Es lohnt sich zu jedem Zeitpunkt und in jedem Alter mit dem Rauchen aufzuhören. So gibt es Untersuchungen, die nachweisen konnten, dass selbst bei Patienten, die schon an einer und die Prognose besser sind. Nach einer überstandenen Lungenkrebserkrankung ist eine Beendigung des Zigarettenrauchens auch ein wichtiger Beitrag eine erneute Erkrankung zu vermeiden.

Da Rauchen eine Suchterkrankung ist, ist eine Nikotinersatztherapie eine bewährte Methode, die Entzugserscheinungen beim Verzicht auf das Zigarettenrauchen abzumildern. Sie erhöht nicht das Risiko für einen Zweittumor, da Nikotin ja nicht die krebsauslösende Substanz im Zigarettenrauch ist – die schädigende Wirkung auf die Blutgefäße bleibt allerdings bestehen. Deshalb wird eine Nikotinersatztherapie sinnvollerweise innerhalb eines strukturierten Raucherentwöhnungsprogramms und nur auf wenige Wochen befristet durchgeführt. Erwähnt sei, dass es auch andere Medikamente gibt, den Rauchverzicht zu unterstützen.