Berlin ( rgm ). Gesetzlich Krankenversicherte ab einem Alter von 35 Jahren können alle zwei Jahre ihre Haut auf Krebs untersuchen lassen. Die Kosten dieser Krebsfrüherkennungsmaßnahme trägt die Krankenkasse. Es fällt auch keine Praxisgebühr an. Darauf hat die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel, in Berlin hingewiesen.

Die an sich kostenlose Untersuchung wird jedoch vielfach untergraben, denn häuf g wird den Patientinnen und Patienten in der Arztpraxis erklärt, das Hautkrebs-Screening sei ausschließlich mit einem sogenannten Auf ichtmikroskop durchführbar. Die Verwendung dieses Hilfsmittels bezahlt die Kasse aber nicht. Auf diese Art und Weise werden den Patienten zwischen zehn bis 15 Euro pro Untersuchung aus der Tasche gezogen.

Einige Ärzte ziehen sich aus ihrer Verantwortung, indem sie den Patienten mitteilen, die Zuhilfenahme einer Lupe oder eines Mikroskops wäre eine Sonderleistung, die vom Patienten selbst zu übernehmen ist, so Kühn-Mengel. Diese Information ist zwar nicht falsch. Richtig ist aber auch : Das Hautkrebs-Screening ist ohne die Verwendung eines Auflichtmikroskops durchführbar. Für diese Untersuchung benötigt der Arzt keine Instrumente, sondern nur eine helle Lampe und sein geschultes Auge.