Magdeburg ( rgm ). Sie gilt als häuf gste Gesundheitsstörung bei deutschen Touristen, die ferne Länder ansteuern : der Reisedurchfall, Reisediarrhö genannt. Auch wenn er bei normalem Verlauf meist harmlos ist : In der Regel gehen drei bis fünf wertvolle Urlaubstage verloren. " Die Betroffenen plagt nicht nur Durchfall, sondern auch Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, mitunter Bauchkrämpfe und Fieber ", erklärt Heiderose Potstada vom KKH-Allianz Servicezentrum in Magdeburg. Das Durchfallrisiko ist bei Reisen in Entwicklungsländer oder in die Tropen, bei naturnahen Abenteuerreisen sowie Gruppenreisen in ferne Länder besonders hoch.

Reisedurchfälle werden durch die Aufnahme verunreinigter Nahrungsmittel und Getränke ausgelöst. Sie sind Quellen für Bakterien, Viren oder Parasiten, die – über den Mund aufgenommen – den Darm rebellieren lassen. Schuld können aber auch mangelnde Hygiene, Stress, Klimawechsel, Zeitumstellung oder ungewohnte Ernährung sein.

" Wer während seines Urlaubs einige riskante Lebensmittel von seinem Speiseplan streicht, kann der Aufnahme von Krankheitserregern vorbeugen ", so der Tipp von Heiderose Potstada. Vorsicht geboten ist vor

frischen Salaten, Salatsoßen sowie ungeschältem Gemüse und Obst,

ungekochtem Wasser und Getränken aus unversiegelten Flaschen ( daher Zähne nur mit abgekochtem Wasser oder Mineralwasser aus Originalf aschen putzen ),

rohem Fleisch, rohem Fisch und Meeresfrüchten,

Milch und damit angerührten Desserts, rohen Eiern und Mayonnaisen.

Außerdem wichtig : regelmäßiges gründliches Händewaschen.

Hat es einen doch erwischt, dann lautet das A und O : viel trinken, um den Verlust an Flüssigkeit und Mineralstoffen auszugleichen. Das gilt vor allem für Risikogruppen wie Babys und Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke. Bei diesem Personenkreis kann Durchfall zu deutlichem Blutdruckabfall, Kollaps, Ohnmacht und sogar zu Nierenversagen führen.