Magdeburg l Sachsen-Anhalt hatte im Zuge des neuen Bundesverkehrswegeplans im Jahr 2016 beantragt, die 100 Kilometer lange vierspurige Schnellstraße zwischen Goslar und Bernburg zur Autobahn aufzuwerten. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat der Landesregierung jetzt schriftlich versichert, dass er dem Wunsch nachkommt. Harzer Lokalpolitiker und Gastronomen versprechen sich dadurch eine bessere touristische Außenwirkung, da die Schnellstraße dann ins bundesdeutsche Autobahnnetz aufgenommen und auf Karten als leistungsfähige Straße besser erkennbar ist.

Die Schnellstraße beginnt an der Autobahn A395 bei Goslar und führt vierspurig bis zur A14 bei Bernburg. Dadurch sind Städte wie Wernigerode, Quedlinburg, Blankenburg und Aschersleben schnell erreichbar.

Die Schnellstraße durch den Nordharz war Anfang der 1990er Jahre ohnehin mal als Autobahn A36 konzipiert, dann aber auch aus finanziellen Gründen als vierspurige Bundesstraße gebaut worden. Fahrbahn und Standstreifen sind etwas schmaler als bei größeren Autobahnen. Die Ausbaumaße reichen dennoch aus, um die Straße zur Autobahn hochzustufen. Weitere Ausbauten sind nach Einschätzungen des Verkehrsministeriums nicht nötig: lediglich die gelben Schilder werden durch blaue ersetzt.