Dessau/Gommern l Mit einem 28:28 (13:12)-Unentschieden kehrten die Handballer des SV Eintrach Gommern am Sonnabend von ihrer Partie beim Dessau-Roßlauer HV II zurück. Dabei verschenkte der Sachsen-Anhalt-Ligist, der kurz vor Schluss mit drei Toren in Führung lag, ein besseres Ergebnis.

Bereits vor dem Spiel schienen die Gäste kein Glück zu haben. Philipp Eckhardt und Stephan Lindner wollten zwar gerne spielen, mussten ihre Teilnahme aber nach der Erwärmung doch absagen. Während Eckhardt sich aufgrund von Rückenproblemen kaum bewegen konnte, verfügte Lindner nach überstandener Krankheit einfach noch nicht über die nötige Fitness. "Zusammen mit Jens Schmidt fehlten uns damit drei Deckungsspieler", resümierte Eintracht-Trainer Dirk Heinrichs.

Obwohl die Wechselmöglichkeiten damit stark limitiert waren, bestimme der SVE anfangs die Partie. Zwischenzeitlich führten die Gäste mit 9:5. Bis zur Pause kamen die Gastgeber allerdings zum 12:13 heran. Dennoch konstatierte Heinrichs: "Wir hatten alles im Griff, das Spiel lief für uns. Die Jungs, die auf der Platte standen, machten ihre Sache wirklich sehr gut."

Nach dem Seitenwechsel blieb der DRHV lange Zeit an den Gommeranern dran, bis sich die Gäste nach dem 18:18 langsam absetzten. Mehr als drei Treffer Abstand gelangen jedoch nie. Dann überschlugen sich die Ereignisse: "Erst verloren wir Dennis Einwiller wegen der dritten Zwei-Minuten-Strafe, dann bekamm auch Alexander Schäde noch eine Auszeit von den Schiedsrichtern. Wir hatten kaum noch Wechselmöglichkeiten und uns fehlte die Cleverness, unsere Angriffe ruhig auszuspielen", fasste Heinrichs das Dilemma zusammen. So reihte sich nun Fehlwurf an Fehlwurf und die Dessauer erzielten doch noch den Ausgleich zum 28:28. Während bei den Gastgebern ob des glücklichen Punktgewinns die Freude nach der Schlusssirene groß war, trat die Eintracht-Sieben die Heimreise mit gesenkten Köpfen an.

"Wir haben bis zur Schlussphase kaum Fehler gemacht, aber zum Ende hin einfach nicht die nötige Ruhe bewahrt und zu früh abgeschlossen. Die Jungs wollen in so einer Situation mit aller Macht den Todesstoß setzen, anstatt einfach ruhig zu Ende zu spielen." Dennoch dürfte der Blick auf die Tabelle versöhnlich sein, steht Gommern doch mit 15:15-Zählern auf einem guten sechsten Platz. Um den verlorenen Punkt aber ganz aus dem Gedächtnis zu streichen, geht es für die gesamte Mannschaft am Dienstag nach Schönebeck in die Solequell-Therme.

Eintracht Gommern: Salm, Hartung - Kaese (7), Böttcher (4), Bomke (2), Kaffenberger (4), Schäde (5), Herrmann (3), D. Einwiller (3), Schröder, Lindner, Eckhardt