
Die Volksstimme wagt einen Blick in die Sporthistorie. In der Serie "Damals war's" werden Sportgrößen aus dem Jerichower Land vorgestellt, die in der Vergangenheit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Erfolge feierten. Heute: Rallye-Pilot Michael Kahlfuss aus Möser.
Möser l Auf dem Küchentisch vibriert das Handy. "Oh, das ist mein Freund Erik aus Schweden", sagt Michael Kahlfuss und tippt auf das Display: "Hello, Erik. How are you? Let's talk about the Sweden Rally." Kahlfuss grinst, seine Augen leuchten, das Rallye-Fieber hat ihn wieder gepackt.
Wer dem Fahrlehrer aus Möser bei den Verhandlungen für seinen nächsten WM-Lauf im hohen Norden zuhört, merkt schnell, dass hier ein "alter Hase" am Werk ist. "Der Plan ist, dass ich von meinem schwedischen Freund ein Auto zum Festpreis anmiete. Hinzu kommen Reifen, Material, Service-Leute, Unterkunft, Anreise und Versicherung", zählt Kahlfuss die Ausgaben auf. Auf rund 15000 Euro schätzt der Privatfahrer die Kosten für die WRC-Rallye im Februar - ein Schnäppchen im Vergleich zu den Budgets der Werks- teams.
"Das Gesamtpaket muss stimmen. Und wenn es diesmal nicht klappt, dann eben später", sagt der 48-Jährige gelassen. Nach knapp 30 Jahren auf der Rennpiste, 28-WM-Läufen und spektakulären Rallyes auf nahezu allen Kontinenten muss Kahlfuss niemandem mehr etwas beweisen. Höchstens sich selbst.
Der Ehrgeiz, etwas zu bewegen, lag dem gebürtigen Magdeburger früh im Blut. "Mein Vater hatte einen Dienstwagen, einen Moskwitsch. Den habe ich immer gewaschen. Mit zehn habe ich ihn das erste mal umgeparkt, mit zwölf konnte ich sicher Auto fahren", sagt Kahlfuss und lacht. Dennoch musste sich der frühreife Autonarr, der nebenbei auch Moped, Motorrad und Traktor fuhr, noch etwas gedulden, ehe er mit 18 seinen Pkw-Führerschein ablegen durfte. "Das war bei Kraftverkehr in Magdeburg. Mein Fahrlehrer war Hans Nentwich. Ich fuhr in meiner ersten Stunde mit dem Wartburg 500 Meter, dann wusste er Bescheid und ist mit mir nach Heyrothsberge rausgefahren", erinnert sich Kahlfuss.
Nentwich erkannte das Talent seines Fahrschülers und stellte den Kontakt zum Motorsportclub in Magdeburg her. Dort lernte Kahlfuss die ersten Rallye-Piloten wie DDR-Meister Rolf Krüger kennen. "Da eröffnete sich mir eine neue Welt. Ich wollte Gas geben."
Kahlfuss besorgte sich eine Lizenz, kaufte einen alten Lada und nahm 1983 erstmals an der Bezirksmeisterschaft teil. "Das Auto habe ich damals privat, für die Arbeit und für den Rallyesport genutzt. Das war schon grenzwertig", sagt der gelernte KfZ-Mechaniker. Später baute er sich einen Rallye-Trabant auf, suchte sich Sponsoren und nahm 1986 an der DDR-Meisterschaft teil. "Ich habe den Sport immer mehr forciert." Nach seiner Armeezeit fuhr Kahlfuss bereits für renommierte Motorsportclubs, erhielt Unterstützung. "Der Rallyesport wurde in der DDR nicht gefördert. Wir waren eine eingeschworene Gemeinde und haben uns gegenseitig Ersatzteile beschafft."
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Ich kann mich der Meinung von Herrn Müller nur anschließen. Der Begriff Arena für eine Sporthalle ist doch arg übertrieben. Bode-Sporthalle scheint mir da besser geeignet, denn die Bode gehört zu Oschersleben und ist ja nicht weit weg. Das der Vorschlag der Bewos an erster Stelle landet gibt mir zu denken. Vielleicht ist auch eine Kombination zur BEWOS-Sporthalle überlegenswert.
Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
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