Ein verhältnismäßig großes Teilnehmerfeld, ein fein herausgeputzter Turnierplatz, zahlreiche Zuschauer und eben auch bestes Wetter - was will man mehr? Die Bedingungen für das Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins (RFV) Miesterhorst am Pfingstmontag hätten genau genommen nicht besser sein können.

Miesterhorst l "Ich denke, wir haben uns im Vorfeld nicht zu viel vorgenommen. Wir wollten schauen, ob es funktioniert", erklärte der Pressewart des gastgebenden RFV Miesterhorst, Claus Schridde. Und funktioniert hat es. Die erste Auflage dieses Turniers in Miesterhorst war ein voller Erfolg. Der RFV um seinen Vereinsvorsitzenden Jan Greiffert freute sich über 89 Teilnehmer und 126 Pferde. "Die Idee hat sich eigentlich spontan ergeben. Wir sind ein gutes Team, alle ziehen nicht nur an einem Strang, sondern auch in eine Richtung", so Schridde.

Sechs Prüfungen wurden in der kleinen westaltmärkischen Ortschaft angeboten, die den Reiterinnen und Reitern, die vornehmlich aus Sachsen-Anhalt und dem benachbarten Niedersachsen kamen, einiges abverlangten. Vom frühen Morgen bis in die Abendstunden war auf dem Reitplatz in Miesterhorst für ordentlich Spannung gesorgt.

Seine Chance bekam auch wieder der Reiternachwuchs. Im Führzügelwettbewerb hieß die Siegerin Daniele Washausen auf Laxness. Die junge Amazone vom Reit- und Fahrverein (RFV) Kunrau setzte sich mit einer Wertnote von 8.00 vor ihrer Vereinskollegin Alina Stein (Blacky/7.70) und Smilla Johanna Geiss (RFV Mieste/Prinz/7.50) durch. Die Westaltmark feierte also einen eindrucksvollen Dreifachsieg.

Im Springreiter-Wettbewerb sicherte sich eine Regionsvertreterin immerhin den zweiten Rang. Liv Elaine Schulz, startend auf Centos-Sohn für den Reitverein (RV) Kemnitz, holte sich mit einer Wertnote von 7.40 Silber hinter dem Vorsfelder Björn Semrau auf Oxiana (7.80).

Ein gutes Turnier absolvierte in Reihen des gastgebenden Vereins Gordon Schridde. Der Lokalmatador sicherte sich in der Stilspringprüfung der Klasse E beispielsweise einen starken dritten Platz. Auf Aurora schaffte er eine Wertnote von 7.10. Besser waren nur die Gifhornerin Melina Krause (Sammy/8.50) und Helmstedts Maja Weinkopf (Monti/7.80). Auch Rang fünf ging in dieser Prüfung übrigens an Gordon Schridde auf Golda von Hessen (6.90).

Nichts zu bestellen gab es für die Regionsvertreter in der Stilspringprüfung der Klasse A*. Dort sicherte sich Patricia Gerds (LG Reiten Berlin) auf Con Juan (8.10) knapp den Sieg vor Lena Neumeister (RFV Uthmöden/Gwendolina/8.00).

Lea Bierstedt vom RFV Mieste sicherte sich in der ersten Abteilung der Springprüfung Klasse A** auf Grada fehlerfrei und in 61,48 Sekunden den zweiten Platz hinter der Helmstedterin Maja Weinkopf (Monti/60.50). Der Miesterhorster Gordon Schridde sicherte sich auf Golda von Hessen in 66,32 Sekunden vor der Stendalerin Theresa Tappe auf Lena (67,49) immerhin den vierten Platz.

In der zweiten Abteilung dieser Prüfung triumphierte Hannah Weinkopf in Diensten des RFV Helmstedt auf Quite Luna W (59,58 Sekunden). Beste Altmärker waren die Miesterhorsterin Doreen Meinke (Chello`s Boy/Casaro) auf den Rängen vier und fünf und der Klötzer Jonas Schitteck auf Champ de Luxe auf Platz sechs.

Mit Sarah Langer und Ulrich Prehm schafften zwei Regionsvertreter in der Springprüfung der Klasse L mit Stechen den Sprung auf das Podest. Die Miesterhorsterin Langer wurde auf Emmely in 41,10 Sekunden Zweite, Prehm vom RV Kemnitz belegte auf Abba in 43,82 Sekunden Platz drei. Seine Vereinskollegin Anja Neuhaus nahm auf Canada N in 79,22 Sekunden den siebten Rang ein. Der Gesamtsieger hieß Alfred Konzag vom RFV Helmstedt auf Rhuna, der lediglich 41,06 Sekunden für den Parcours benötigte.

Der RFV Miesterhorst möchte das Turnier nun möglichst alljährlich durchführen. Vielleicht wird es schon im kommenden Jahr ausgebaut und über zwei Tage gehen. Erst einmal steht jedoch die ausführliche Auswertung der Erstauflage auf dem Programm.

 

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