Halberstadt (esc/fbo) l Diesen waren in einem Topzustand und ermöglichten so sehr gute Ergebnisse. Mehrere neue Deutsche Rekorde (DR) unterstrichen dies.

Insgesamt starteten 288 Nachwuchstalente, 192 im Mannschafts- und 96 in den Einzelwettbewerben. Sie stritten um 24 Medaillen, welche in acht Wettbewerben vergeben wurden. Sieben Sportler vom Halberstädter Kegelsportverein Harmonie (HKSVH), welche sich über die Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalts qualifiziert hatten, vertraten den Harzkreis. In der Altersklasse U14 war erstmals ein Team aus dem Harz bei der Deutschen Meisterschaft am Start. Die Spieler kamen alle vom HKSVH, zeigten eine geschlossene Teamleistung und belegten am Ende unter zwölf Mannschaften einen guten siebenten Platz mit 1936 Kegeln. Deutscher Meister wurde Elbe-Elster aus Brandenburg (2121), vor Anhalt/Bitterfeld aus Sachsen/Anhalt (ABI, 2085) und Oberlauterbach aus Bayern (2056). Für die Harzer war sogar eine Medaille möglich, dafür hätten sie allerdings besser ins Spiel finden müssen.

Alle hatten auf der ersten Bahn sehr schwache Ergebnisse von 101 bis 112 Kegeln. Im Verlauf ihrer Spiele kamen sie auf den weiteren drei Bahnen auf sehr gute Ergebnisse zwischen 114 und 146, so wurde das Können und Leitungsvermögen eindrucksvoll gezeigt. Sicherlich trug die lange Anfahrt von zehn Stunden (inklusive KfZ-Ausfall, Stau auf der A 9, fehlendes Navi), wenig Schlaf, die vergessenen Auswahltrikots und unzureichende Aufwärmung zu den Anfangsergebnissen bei. Delegationsleiter Harald Harsing musste noch neutrale Jerseys kaufen. Über diese Trikots, mit dem Aufdruck „Deutsche Jugendmeisterschaften 2016 in München“ freuten sich die fünf Auswahlspieler um so mehr.

Harzauswahl: Lukas Bittner (481), Jeremy Mertel (480), Justin Meyer, ab 61. Wurf Robin Krause (243, 236, 479), Chris Rienäcker (496).

Besser machte es Pia Holschumacher vom HKSVH, welche für Anhalt-Bitterfeld in der AK U14 mit einer Gastspielgenehmigung startete. Sie kam auf 511 Kegel (pro Bahn 138, 126, 115, 132) und trug zu einem guten vierten Platz ihres Teams (1967) bei. Hier wurde Oberlauterbach aus Bayern (2126) Meister.

Im Teamwettbewerb der AK U18 startete Jon Dalles Riedel vom HKSVH auch für Anhalt-Bitterfeld. Er traf gute 552 Kegel. Am Ende belegte das Team ABI (2177) den elften Platz, während TuS Hirschau aus Bayern Deutscher Meister mit 2404 Kegeln (DR) wurde. Bei den Mädchen gewann in der U18 der KV Bamberg aus Bayern (2225, DR) die Meisterschaft, während ABI (2059) hier den zwölften und letzten Platz belegte.

Die vier Einzelwettbewerbe fanden am Sonnabend (Vorläufe) und am Sonntag (Endläufe) statt. Jeweils 24 StarterInnen nahmen das Spiel auf, welche die Endläufe der zwölf Besten am Sonntag erreichen wollten. Hier war Jon Dalles Riedel, diesmal für den HKSVH in der AK U18 im Spiel. Er belegte nach beiden Tagen einen guten neunten Platz (593, 564, 1137) und sieht optimistisch in die Zukunft. Kann er doch noch zweimal in der U18 starten. Es siegte der Rudolstädter Daniel Barth aus Thüringen (596, 641, 1237, DR). In der AK U14 belegte der Sandersdorfer Philipp Hoppe-Grübig (545, 564, 1109) einen guten vierten Platz. Damit holten Jon und Philipp in ihrer Altersklasse zwei Startplätze für Sachsen-Anhalt zur nächsten Deutschen Einzelmeisterschaft, wovon auch der HKSVH profitieren kann.