Magdeburg l Die steigende Laufbegeisterung in der Landeshauptstadt lässt sich an der Entwicklung des Elbe-Brücken-Laufs ablesen. Fanden sich bei der Premiere vor 15 Jahren 274 Läufer auf Ini-tiative der Studentengruppe „Runflash“ ein, waren es beim vierten EBL bereits 506. Beim zehnten Lauf ist die 1000er Marke (1051 Teilnehmer) geknackt worden. Im Vorjahr wurden 1726 Läufer gezählt. Organisatorisch stößt die Magdeburger Laufkultur, welche den Lauf von den Studenten übernommen hat, an ihre Grenzen. „Mehr als 2000 Läufer können in Anbetracht des Aufwands und der Kapazitäten, über die wir als Verein verfügen, nicht bewegt werden“, so Heiko Björn. Die Macher rechnen damit, dass sich etwa 1800 Läufer am 14. Mai am Start am Heinrich-Heine-Weg im Stadtpark einfinden werden.

120 Helfer benötigt

Für die Läufe über 1,5 Kilometer (Kinderlauf), fünf und 13 Kilometer sowie die Halbmarathondistanz werden mittlerweile 120 Helfer benötigt, um u. a. die Strecken abzusichern und Versorgungspunkte zu besetzen. Da mit den eigenen Mitgliedern sowie den freiwilligen Helfern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis die Zahl der benötigten Helfer nicht abgedeckt werden kann, engagiert die MLK Unterstützer etwa aus Schulen. Ihnen wird für ihren Einsatz mittlerweile ein Obolus gezahlt. „Wir mussten die Erfahrung machen, dass das anders nicht zu machen ist“, so Björn. Dies ist einer der Gründe, warum beim Startgeld an der Preisschraube gedreht werden musste, was unter den Laufbegeisterten aktuell für Diskussionen sorgt.

Dem Interesse am Elbe-Brücken-Lauf, dem zweiten Wertungslauf der diesjährigen Stadtrangliste Magdeburg und einem Wertungslauf des Elbe-Ohre-Cups (EOC), tut dies indes keinen Abbruch. Über 1400 Anmeldungen sind für die zweitgrößte Laufveranstaltung der Stadt bereits eingegangen. „Die Erfahrung zeigt, dass sich viele erst auf den letzten Drücker anmelden. Wir liegen sehr gut im Rennen“, schätzt Sabine Stephan ein.

Medaille für jeden Finisher

Wie in den Jahren zuvor werden die Läufer, die am 14. Mai ihr Ziel erreichen, mit einer Medaille belohnt, unabhängig davon, welchen Platz sie in ihrem Lauf belegen. „Als erfahrene Läufer wissen wir, dass eine Medaille der schönste Lohn für seine Anstrengungen ist – der sollte nicht nur den Erstplatzierten vorbehalten sein“, sagt Petra Schultz. Das Jubiläum des Laufs findet sich übrigens in der Form der Medaillen wieder: Sie sind als Zahl 15 kreiert worden. Schultz: „Ein besonderes Andenken für einen hoffentlich besonderen Lauf.“