Oebisfelde (sta) l Wunder gibt es im Sport auch immer wieder, so geschehen beim Handballspiel der Männer des SV Oebisfelde IV im HVSA-Pokal gegen den Post SV Magdeburg. Die Routiniers der vierten Garde des SVO setzten sich nach Verlängerung mit 30:28 (24:24/9:14) gegen den Spitzenreiter der Verbandsliga durch.

Damit hätte wohl kaum jemand gerechnet. Denn nach den Verletzungen einiger Stammspieler musste auch noch Andreas Werner krankheitsbedingt passen. So lagen die Allerstädter schnell mit 0:2 hinten (2.). Matthias Schulzke und Thomas Müller glichen zwar zum 2:2 aus (6.), doch dann hatte man große Probleme mit dem schnellen Kombinationsspiel der Gäste, die sich auf 2:7 absetzten (11.), beim 6:12 (26.) die Partie klar kontrollierten, zumal die Chancenverwertung bei der SVO-Sieben nicht gerade optimal war. Erst verkürzten Uwe Rehfeldt und David Eckert (2) zum 9:12. Zur Halbzeit lagen die Oebisfelder mit 9:14 Toren hinten.

Auch anfangs der zweiten Hälfte gab es beim Gastgeber keinen richtigen Druck aus dem Rückraum, Ballverluste führten nach Kontern zum 10:18 (37.), es schien alles klar zu sein. Doch dann steigerte sich Torhüter Timo Ellenberg im Kasten, war kaum noch zu überwinden und seine Vorderleute begannen eine Aufholjagd. David Eckert begann eine Serie von acht Treffern in Folge, die Matthias Schulzke zum 18:18-Ausgleich abschloss (51.). Plötzlich war es ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams. Und wieder nach Rückstand war es Uwe Rehfeldt, dem in letzter Sekunde der Ausgleich zum 24:24 gelang. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. Hier führten die Oebisfelder nach Treffern von Sven Breiteneder und David Eckert beim Wechsel 26:25. Die Jungs witterten ihre Chance und wurden lautstark von den Fans in der Hans-Pickert-Halle angefeuert. Das setzte zusätzliche Kräfte frei, denn in Unterzahl traf erst Michael Rieck zum 28:27. Nach dem Ausgleich des PSV waren schließlich Linkshänder Sven Breiteneder und Matthias Schulzke die Schützen zum vielumjubelten 30:28-Endstand.

SVO-Mannschaftsbetreuer Andreas Werner nach dem dramatischen Spiel: "Ich bin sprachlos, nachdem wir schon mit acht Toren hinten lagen, da noch die Kurve zu kriegen, eine ganz starke Teamleistung mit einem überragenden Timo Ellenberg im Tor. Man muss scheinbar nur an sich glauben. Wir sind froh, eine Runde weiter zu sein. Das wird gefeiert."

SV Oebisfelde IV: Ellenberg, Giebel - Thormeyer (1), Th. Müller (3), Rieck (3), Kröhn (1), Breiteneder (2), Eckert (10/2), Ca. Spychalski, Ma. Müller, Rehfeldt (4), Schulzke (6).

Siebenmeter: 2/2Zeitstrafen: 6