Halle/Schönebeck l Eine halbe Stunde vor dem Finale beim 5. Doppelturnier des Schönebecker SC saß Nils Krause in seinem Stuhl, das rechte Bein über das linke geschlagen und in aller Ruhe über den gestrigen Turniertag philosophierend. Von Anspannung oder Aufregung keine Spur. Es ist diese besondere Atmosphäre, die den Reiz dieser Veranstaltung ausmacht, die Krause bereits zum vierten Mal spüren wollte, die er zum zweiten Mal im Finale erleben durfte. "Das Drumherum mit dem Kurpark, dem Gradierwerk und der Parkanlage ist sehr schön", schwärmte der 29-Jährige. "Das Turnier ist super organisiert. Und dass am zweiten Turniertag auch die Spieler kommen, die bereits ausgeschieden sind, um die Endspiele zu sehen und damit für schöne Stimmung sorgen, das ist einmalig."

Bisher war Krause dreimal mit seinem Bruder Tim am Start, einmal stand er mit ihm im Finale. "Es gibt in Sachsen-Anhalt meines Wissens kein anderes Turnier, an dem ausschließlich Doppel starten. Das ist einmalig und wird wohl daher auch so gut angenommen." Da sein Bruder beruflich eingebunden war, startete der Tennisspieler vom TC Halle 94, der schon von Kindesbeinen an Tennis spielt, diesmal mit Manuel Schepers vom DJK Wacker Mecklenbeck (Westfalen). Nach einem Freilos in Runde eins kämpfte sich das Duo relativ problemlos durch die K.o.-Runde, musste sich aber im Endspiel den Magdeburgern Eric Riedel/Matthias Hoberg mit 5:7 und 1:6 geschlagen geben.

Krause, der auch in Schönebeck übernachtet hatte, wartet also weiterhin auf seinen ersten Turniersieg, den er im kommenden Jahr sicherlich erneut in Angriff nehmen wird. "Ich komme im nächsten Jahr natürlich gern wieder nach Schönebeck."