Seehausen (nrc) l Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck leisten mussten. Aber am Ende zählten die zwei Punkte, auch wenn sie knapper kaum errungen werden konnten. Mit 33:32 (19:17) zitterte sich Lok bei der SG Seehausen zum Sieg in der Sachsen-Anhalt-Liga.

Die Schönebeckerinnen reisten ohne ihren Trainer Dirk Schedlo an. Vertreten wurde er von Melanie Schafflik und Karin Stagge, "die beide einen super Job gemacht haben", lobte Rückraumspielerin Lisa Wolf. Aber nicht nur das "Ersatz-Trainer-Gespann" überzeugte. "Die Mädels haben klasse gekämpft."

Lok ließ sich auch von Verletzungen nicht unterkriegen. Carolin Schedlo schied bereits nach 15 Minuten aufgrund einer Knieverletzung aus. Nicole Krause zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Sie war bis dahin die beste Spielerin, erzielte insgesamt elf Tore und verwandelte alle Siebenmeter.

Das Spiel verlief insgesamt auf Augenhöhe. "Wir wussten, dass Seehausen eine starke Mannschaft ist", sagte Wolf. "Wir mussten ganz schön kämpfen." In den ersten 20 Minuten war der Gastgeber das bessere Team, setzte sich bis zum 15:10 ab. "Wir haben in der Deckung zu wenig kommuniziert", erklärte Wolf. Nach einer Auszeit besserte sich dies. Dadurch konnte Lok ausgleichen und mit zwei Toren Vorsprung in die Pause gehen.

In der zweiten Halbzeit blieb es spannend. Den Siegtreffer zum 33:32 erzielte letztlich Christine Broßat. "Aber insgesamt war es eine geschlossene Teamleistung", betonte Wolf.

Lok Schönebeck: Nowicki, Hecker - Wolf (7), Schedlo, Bauer (6), Depta (5), Rauschenbach, Freiberg (2), Moschner (1), Broßat (1), Krause (11), Kuhne

Siebenmeter: Schönebeck 7/7 - Seehausen 8/5; Zeitstrafen: Schönebeck 5 - Seehausen 5