Die ZLG Atzendorf schnitt nach der Hinrunde der Fußball-Landesklasse auf dem zwölften Platz ab. Angesichts der personellen Situation überwiegt größtenteils Zufriedenheit über das bisher Gezeigte.

Von Christian Jäger

Atzendorf l Mit drei langzeitverletzten Leistungsträgern wollten die Atzendorfer die Hinrunde schnellst- und bestmöglich hinter sich lassen. Schlussmann Sascha Eisenträger, Abwehrchef Phillip Voigtländer und Torgarant Sebastian Tolle fielen aus und schwächten damit drei von vier Mannschaftsteilen. "Im Großen und Ganzen haben wir das aber gut überstanden", sagte Trainer Steffen Grohe.

In vielen Spielen machte sich die dünne Personaldecke bemerkbar. "Gegen Drohndorf und Langenstein war die Einstellung das Problem, nicht das Personal", haderte der Coach. Gegen den Aufsteiger aus dem Salzlandkreis setzte es eine 1:5-Klatsche, gegen den aus dem Harz eine 0:1-Niederlage.

Neben den negativen Aspekten der Hinrunde gab es aber auch genügend positive. So blieben dem Coach vor allem drei Partien in Erinnerung: Das 2:1 in Hadmersleben, das 1:1 in Staßfurt und das 1:1 gegen Schackstedt. "Diese Leistungen müssen das Vorbild für die Rückrunde sein, nur so können wir erfolgreich sein."

Mut auf mehr Erfolg machen auch die Genesungsprozesse der drei Langzeitverletzten. Tolle und Voigtländer werden wieder an den Kader herangeführt, Eisenträger hütete beim Cosic Cup bereits wieder das Tor. Für Eisenträger sicherte sich Atzendorf die Dienste von Lukas Fiser. Dieser Neuzugang sollte sich als wahrer Glücksgriff herausstellen. Während er sportlich auf keinen Fall eine Notvariante war, "passt es auch menschlich sehr", berichtete Grohe. Es passte so gut, dass er sogar länger bleibt, als eigentlich geplant war. "Wir haben Grünes Licht bis zum Ende der Saison."

Neben Fiser glänzten aber auch die Brüder Christian und Stefan Rock sowie Sven Wolter. "Dass Christian nach einer zweijährigen Verletzungspause wieder in den Stamm rückt, war so nicht zu erwarten." Stefan Rock bekam ein Sonderlob dafür, dass er mit seiner Erfahrung eine Bereicherung ist und Wolter bezeichnete Grohe schlichtweg als "sichere Bank".

Während der Kader unverändert bleibt, tat sich etwas an der Seitenlinie. Heiko Spangenberg wird fortan zusammen mit Grohe die Geschicke leiten. Er war Spieler und Leader in der zweiten Mannschaft und kennt sich im Umfeld der ZLG bestens aus.

 

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