Jubeln wie die Großen - das konnte die männliche E-Jugend des SV Germania Borne der Bezirksliga. Mit 18:11 (7:8) bezwangen die Nachwuchs-Handballer die SG Lok Schönebeck auf eigener Platte. Es war der zweite Erfolg der Saison.

Schönebeck l "Es war ein gutes Spiel und ich bin sehr zufrieden", fasste Bornes Trainer Sven Klippstein zusammen. Ein besonderes Lob verdiente sich Torhüter Nick Lochow. "Er hat vor allem in der ersten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt."

Dabei geriet Borne zur Pause knapp mit einem Tor in Rückstand. "Das lag aber nicht an Nick, sondern an unserem Deckungsverhalten", erklärte Klippstein. "Das ließ phasenweise noch zu wünschen übrig. Die Jungs haben den Gegner noch nicht so gut im Auge behalten."

Die erste Hälfte verlief sehr ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Lok markierte den ersten Treffer der Partie, Borne glich aus, ging dann mit 2:1 in Front. Doch Lok kam postwendend wieder zum 2:2 heran. Die Gastgeber hatten allerdings in der ersten Halbzeit das bessere Deckungsverhalten, konnten dem SV Germania immer wieder den Ball abnehmen. Vorn haperte es dann allerdings an der Chancenverwertung. "Zum Ende der ersten Hälfte wurde diese aber besser", sagte Lok-Trainer Robert Knörich.

In der zweiten Halbzeit blieb es bis zum Stand von 9:9 noch ausgeglichen. Dann aber ließ die Konzentration bei den Schönebeckern nach. Borne konnte daraus einen Vorteil ziehen und legte eine Serie von drei Treffern zum 12:9 hin. Lok unterbrach diese kurz mit dem Tor zum 10:12, dann war Germania wieder am Zug. Diesmal gelang es den Gästen sogar, fünf Treffer in Folge zu landen (17:10).

Damit war die Partie im Grunde entschieden. Beide Seiten netzten noch einmal ein, sodass es schließlich 18:11 für Borne stand. Die Mannschaft freute sich riesig und bildete - ganz nach Vorbild der Großen- einen Kreis, um "Auswärtssieg" zu singen.

"Ich hoffe, dass der Knoten nun geplatzt ist", sagte Klippstein. "Ich freue mich vor allem darüber, dass die Jungs endlich das umgesetzt haben, was wir im Training mit ihnen üben. Die Pässe kamen gut an und man hat gemerkt, dass sich die Mannschaft im Klaren war, dass in diesem Spiel etwas ging. Die Spieler haben sich gegenseitig gepusht. Das hat mir ebenfalls sehr gefallen, weil es gezeigt hat, dass die Jungs auch ein Teamgefühl entwickelt haben."

Morgen kann Borne zeigen, ob es den Schwung aus diesem Spiel mitnehmen kann, wenn das Team beim Tabellenfünften, HV Wernigerode, antritt. Die Partie beginnt um 12.15 Uhr.

SV Germania Borne: Nick Lochow, Toby Schellhas - Jakob Volksen (3), Ben Schellhas, Malte Profe (2/1), Steven Schönherr (2), Niklas Döbbel (5/1), Hannes Gernegroß, Emil Schiller, Vico Feld, Justin Faatz (6), Jannik Kleinert, Leon Schönherr, Simon Bauling

Penalty: Schönebeck 2/1 - Borne 2/2