Aschersleben (chj) l Die Handballerinnen des HC Salzland 06 empfangen morgen ab 16 Uhr die HSG Union Halle im Ascherslebener Ascaneum. Das Hinspiel entschieden die "Wildgänse" mit 27:23 für sich, doch angesichts der jüngsten Resultate der Gäste ist Vorsicht statt Leichtsinn geboten, um diesen Erfolg zu bestätigen.

Die Gäste aus Westfalen bezwangen Bad Salzuflen mit 32:27 und rangen zuvor Marienberg ein 30:30-Remis ab. "Wir sind gewarnt", sagte HCS-Coach René Linkohr. Insbesondere gilt es, die starke Offensiv-Achse um Theresa Janzen, Katrin Thiede, Sina-Christi Speckmann sowie Edda Sommer in den Griff zu bekommen. Doch nicht nur auf sie muss Acht gegeben werden. "Halle ist eine richtige Frauenmannschaft mit vielen reifen Spielerinnen, die bissig und kämpferisch agiert", schlägt Linkohr die Alarmglocke. Dem Gedanken, zuhause im Spaziergang nachzulegen, da bereits das Auswärtsspiel siegreich gestaltet werden konnte, schiebt der Trainer einen Riegel vor: "Das wäre eine Milchmädchenrechnung. Halle ist ein unbequemer Gegner."

Voreilige Schlüsse aus dem Hinspiel erscheinen fragwürdig, da es für Union der Saisonauftakt war. Den ersten Spieltag musste das Team personalbedingt abschenken. "Der Gegner wird stärker sein als damals", weiß Linkohr.

Ein Grund mehr, genau an die starke Leistung des 27:17-Erfolgs beim HC Leipzig II anzuknüpfen, bei der die "Wildgänse" durchweg konzentriert auftraten und nahezu keine Baustellen offenbarten. "Wir müssen mit derselben Einstellung antreten", fordert Linkohr, der im gestrigen Abschlusstraining noch einmal speziell auf Union einging. Wenn das gelingt, "ist es das erklärte Ziel, die Punkte in Aschersleben zu behalten."