Westeregeln (bho/chj) l Ersatzgeschwächt empfingen die Handballerinnen des SV Wacker Westeregeln den Tabellenletzten Germania Gernrode zum 8. Spieltag der Bezirksklasse. In einer gegen Ende ungewollt spannenden Partie setzten sich die Gastgeberinnen mit 26:22 (15:10) durch und verteidigten damit den dritten Rang.

Zu Beginn überraschten die Westeregelnerinnen die Harzer mit temporeichen Kontern. Die 3:0-Führung (4.) erzielten Anja Jakobi, Michaela Wolfram und Tina Rettig allesamt per Gegenstoß. Diese blieben auch das Erfolgsrezept bis zum 5:1 durch Annika Thiel in der fünften Minute.

Dann stellten sich die Gäste auf das gegnerische Konterspiel ein, ohne jedoch verhindern zu können, dass Wacker seine Führung mit erfolgreich abgeschlossenen Angriffszügen bis zum 9:2 ausbaute. Bis zur Pause konnten die Harzer den Rückstand nur noch um zwei Tore verkürzen.

Nach der Pause schien alles auf eine schnelle Vorentscheidung hinauszulaufen, als Wolfram in der 37. Minute zum 19:12 erhöhte. Auch beim 20:14 durch Jakobi sah Wacker wie der ungefährdete Sieger aus. Zum Zurücklehnen war es jedoch zu früh. Binnen sechs Minuten erzielten die Gäste sechs Tore in Folge und plötzlich war die Partie beim 20:20 wieder völlig offen.

In der Schlussphase bekam Wacker jedoch rechtzeitig die Kurve. Die beiden Tore zum 22:20 von Jakobi (48.) und Jenny Klockmann (49.) direkt nach einer Auszeit waren wichtig. Sie brachten die nötige Ruhe, die sich schließlich auszahlte.

Mit dem 26:22-Erfolg erzielte Wacker inklusive des Pokals bereits den fünften Pflichtspielsieg in Folge und geht am Sonntag ab 13 Uhr mit großen Selbstvertrauen in die Pokalpartie gegen den favorisierten Bezirksligisten aus Langenweddingen.

Wacker: Schauer - Schuster, Thiele (4), Rettig (2), Klockmann (5), Neum (4), Witzke (1), Oppermann, Wolfram (6), Heberling, Palme, Jakobi (4)

Siebenmeter: Wacker 1/0 - Gernrode 9/5; Zeitstrafen: Wacker 6 - Gernrode 4; Rot: Tina Rettig (3x2 Minuten, 43.) -Wacker-