Herne (ste) l Am Wochenende fanden in Herne die Deutschen Meisterschaften (DM) der Männer und Frauen im Judo in der Altersklasse U18 statt. Für den PSV Anhalt-Zerbst startete mit Florian Hecht (14) seit langer Zeit wieder ein Sportler in diesem Leistungsbereich. Und der Zerbster erreichte mit seinem siebten Platz einen wichtigen Wertungspunkt.

Für Florian begann der Start zu seinen ersten DM nach Plan. Bereits in seinem ersten Kampf erreichte er nach nicht einmal einer Minute den Sieg.

In seinem zweiten Kampf erlaubte er sich gleich zu Beginn einen Fehler, der das Aus bedeutet hätte. Glücklicherweise konnte er sich abdrehen und so gab es nur einen halben Punkt für seinen Gegner. Danach drehte er seinen Kampf innerhalb einer Minute und siegte vorzeitig.

Jedoch unterlief ihm im Kampf um Platz 5 erneut ein Fehler. Diesmal bekam sein Gegner einen vollen Punkt und Florian musste in die Trostrunde. Hier zeigte er sich gewohnt stark und erkämpfte den Sieg.

Beim zweiten Versuch, Platz fünf zu erreichen, machte sich bemerkbar, dass Florian noch einige Techniken fehlten. Zwar versuchte er immer wieder anzugreifen, konnte sich jedoch gegen seinen sehr taktisch kämpfenden Gegner nicht entscheidend durchsetzen. Zuletzt verlor so mit einem Shido (Verwarnung) Unterschied.

Insgesamt gesehen war für Florian die Vorbereitung auf seine ersten DM in gewisser Weise schwierig. Zum einen hatte er Ende Januar die Sportschule Halle verlassen. Zum anderen muss er für diese Wettkampfklasse Trainings- und Wissensrückstünde von fast eineinhalb bis zwei Jahren aufholen.

Dabei konnten in einem Schnelldurchgang nur Grundlagen für Wurftechniken gelegt werden. Trotzdem konnte er mit Selbstvertrauen nach Herne fahren. Eine Woche davor gelang ihm beim Ostdeutschen Sichtungsturnier des Judoverbandes in Kremmen ein dritter Platz in einem starken Teilnehmerfeld aus Berlin, Brandenburg und Frankfurt/Oder.

Auch wenn für Florian nach der Niederlage aus dem Wettkampf auf dem siebten Platz ausschied, konnte er die DM weiter genießen. Denn es war ein sehr professionelles Umfeld in Herne aufgebaut. So gab es jeweils nur einen Kampfrichter auf der Matte. Die zwei weiteren Kampfrichter konnten den jeweiligen Kampf vom Tisch aus verfolgen. Dazu verfügten sie über die sonst immer fehlende Videounterstützung für strittige Fälle. Und das sorgte bei allen Teilnehmern für eine richtig gute Zufriedenheit.

Abteilungsleiter Matthias Meyer vom PSV konnte stolz auf seinen Schützling sein: "Das erste Mal und dann auch noch mit als einer der Jüngsten einen siebten Platz zu erreichen, das ist schon super."