München l Die Auswahlteams des Kreiskeglerbundes Anhalt-Bitterfeld (KKB ABI) hatten in allen Altersklassen (AK) den Landesmeistertitel erringen können und reisten deshalb mit gleich vier Teams an die Isar. Den größten Erfolg verbuchten dort die U14-Jungen mit der Silbermedaille.

In der AK der männlichen U14 hatten die Verantwortlichen mit dem Sandersdorfer Philipp Hoppe-Gürbig den aussichtsreichsten Akteur gleich zu Beginn eingesetzt. Er überraschte alle Anwesenden mit dem neuen deutschen Rekord von 567 Kegeln und sorgte so für viel Auftrieb bei seinen Teamkameraden.

Jordan mit Bestleistung

Die beiden Gommeraner Jonas Anders (496) und Max Hermann (526) hielten das Team weiterhin im Medaillenrennen dabei. John Jordan vom TuS Leitzkau spielte im Schlussblock mit 506 Kegeln eine neue persönliche Bestleistung, so dass Jonas Schön (Loburg) und Maxwell Schmidt (Zerbst) nicht mehr zum Einsatz kommen mussten. Auch sie hatten sich aber die silberne Plakette verdient, die mit einem Resultat von 2095 Kegeln erreicht wurde, was über dem alten deutschen Rekord lag.

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Deutscher Meister wurde der KSKV Elbe Elster aus Brandenburg mit 2121 Kegeln. Bronze erreichte der bayrische Vertreter SKK Oberlauterbach (2058).

Auch die U14-Mädchen um die Sandersdorfer Starspielerin Marie Pfeiffer (520) holten das Optimum heraus und rangierten am Ende mit 1967 Keglen auf dem vierten Rang. Zu Bronze fehlten letztlich über 100 Kegel, was dann doch noch einen Schritt zu weit entfernt lag. Meister wurde der SKK Oberlauterbach (Bayern/2126).

Als Schluss-Starterin des KKB ABI schlug sich Eileen Böttge (Leitzkau/444) bei ihrem zweiten Einsatz bei deutschen Meisterschaften achtbar.

U18 chancenlos

Ohne Chance auf Edelmetall blieben diesmal die „Großen“ des KKB. Die U18-Mädchen erreichten mit 2059 Kegeln Rang zwölf, zu dem Jennifer Bache (Zerbst) 501 und Lisa Jordan (Leitzkau) 508 Kegel beitrugen. Jordan hatte dabei noch erschwerte Bedingungen, da sie im allerletzten Block der Veranstaltung praktisch zur ersten Kugel eingewechselt wurde und so ohne Einspielwürfe agieren musste. In einem engen Spitzenfeld krönte sich der KV Bamberg (Bayern/2225) zum Deutschen Meister.

Schier Unglaubliches spielte sich im männlichen U18-Feld ab. Gleich sechs Mannschaften überspielten den alten deutschen Rekord. Trotz dieser Rekordflut hatten die überragenden jungen Männer des SKV Hirschau (Bayern/2404) am Ende über 100 Kegel Vorsprung auf ihre ärgsten Verfolger.

Der KKB ABI (2177) musste sich trotz ansprechender Resultate mit dem elften Rang begnügen. Dustin Busse (Gommern) hatte als Schluss-Starter keine Möglichkeit mehr, in das Geschehen um die Spitzenplätze einzugreifen, zeigte sich aber dennoch mit seinen 521 Kegeln nicht ganz zufrieden. Daniil Aspavat (Leitzkau) wurde mehrfach zum Aufwärmen geschickt, musste aber ebensowenig zur Kugel greifen wie Nils Borchert (Zerbst).

In der Einzelkonkurrenz verbesserte sich Busse mit 554 Kegeln deutlich. Als 15. verpasste der Loburger das Finale der besten Zwölf am Ende nur knapp. Jennifer Bache (515) wurde im Einzel 21. und schied damit ebenfalls aus.

Die besten Einzelresultate für Sachsen-Anhalt erspielten Hoppe-Gürbig (545+564) als Vierter der U14 und Jon Dallas Riedel (Halberstadt/593+564) als Neunter der U18.

Für die 25 Auswahlkader des KKB ABI, die mit in München waren, wird dieses hervorragend organisierte Turnier sicherlich unvergessliche Eindrücke hinterlassen, die sich die U14-Jungen in Form ihrer Silberplakette auch übers Bett hängen können.