Ein guter Skispringer braucht viel Mut, Schnellkraft und Fluggefühl - doch ohne gute Windbedingungen ist der beste Springer chancenlos. Skispringen ist wohl die am meisten durch die Natur beeinflusste Sportart bei den Olympischen Winterspielen.

























AustragungsortRusSki Gorki, Mountain Cluster
Zu vergebende Goldmedaillen3
Internationaler VerbandFédération Internationale de Ski (FIS)
PräsidentGian Franco Kasper (SUI)
Olympisch seit1924 (Chamonix/Frankreich)
Internetwww.fis-ski.com

Nach dem Startsignal haben die Springer 15 Sekunden Zeit sich vom Startbalken abzudrücken. Abhängig von der Windsituation kann es dabei günstig sein, diesen Spielraum bis zum Ende auszureizen. Bei Rückenwind ist eine gute Weite fast ausgeschlossen, denn der Wind drückt den Springer auf den Boden. Aufwind von vorne trägt den Athleten dagegen weiter nach untern.

Auf der steilen Schanze beschleunigen die Athleten in wenigen Sekunden auf etwa 90 km/h. Dann folgt die größte Schwierigkeit beim Skispringen: Am Schanzentisch versuchen die Athleten den optimalen Punkt für den Absprung zu finden. Anschließend segeln die Springer durchschnittlich etwa sieben Sekunden durch die Luft.

In die Wertung gehen sowohl die Weite als auch die technische Ausführung eines Sprunges ein. Bei der Normalschanze im RusSki Gorki-Center werden Weiten von bis zu 105 Metern erwartet, bei der Großschanze sind es rund 140 Meter. Fünf Kampfrichter beurteilen die technische Ausführung des Sprungs. Die Höchstnote ist die 20. Abzüge gibt es für stilistische Mängel während der Flugphase, während der Landung (jeweils bis zu fünf Punkte) und während des Ausfahrens in der Landezone (bis zu sieben Punkte). Bei einem Sturz erhält der Springer zwar schlechte Noten. Mit einer guten Weite kann er dennoch im Wettbewerb bleiben.

Bei den Einzelspringen kann jede Nation mit vier Sportlern teilnehmen. Die besten 30 Springer dürfen am Finaldurchgang teilnehmen, der in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt wird. Gold gewinnt der Athlet mit der höchsten Punktzahl aus beiden Sprüngen. Im Mannschaftswettbewerb geht pro Nation ein vierköpfiges Team ins Rennen. Jeder Sportler zeigt zwei Sprünge die ohne Streichresultat in die Wertung eingehen. Es gewinnt die Mannschaft mit der höchsten Punktzahl nach acht Sprüngen.

Von der Normalschanze werden in Sotchi erstmals auch Frauen um olympisches Gold springen.

Im Skispringen werden in folgenden Disziplinen Medaillen vergeben: Normalschanze Frauen und Herren, Großschanze und Mannschaft Großschanze.