Magdeburg. Eigentlich könnte Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg mit dem bisherigen Saisonverlauf ganz zufrieden sein: In 13 Spielen 24 Punkte geholt (61,5 Prozent) und dabei 29 Tore erzielt. Doch mittlerweile zehn Zähler Rückstand auf Überraschungs-Spitzenreiter TSG Neustrelitz (gewann jetzt auch das Spitzenspiel beim Berliner AK) und immer wieder neue Baustellen wie zuletzt die Fan-Randale in Babelsberg trüben das an sich positive Zwischenergebnis.

Positiv auch deswegen, weil der Club die Vier-Spiele-Sperre von Cheftrainer Andreas Petersen bestens überstanden hat. Der während dieser Zeit auf der Bank verantwortliche Assistent Danny König kam immerhin auf zwei Siege und zwei Remis. Sportchef Mario Kallnik: "Danny hat als Vertreter sehr gute Arbeit geleistet."

Seit nunmehr sieben Begegnungen (das 8:0 im Landespokal bei der SG Ramsin mit eingerechnet) sind die Elbestädter jetzt ungeschlagen.

Zum Sieg in Potsdam reichte es bekanntlich nicht, obwohl der FCM kurz davor stand. Für Kallnik einmal mehr ein Beleg dafür, dass es noch an der nötigen Konstanz mangelt. "Als Babelsberg nach dem Rückstand auf Teufel komm raus gestürmt hat, haben wir uns zu viele Ballverluste geleistet. Da fehlt es einfach an der nötigen Abgeklärtheit", sagte Kallnik, der auch noch einmal auf die Fan-Krawalle einging: "Ich sehe immer den Gesamtverein. Wir alle sind der FCM. Deswegen war es auch mein voller Ernst, als ich den Fans gesagt habe: Wenn wir es nicht schaffen, dieses Spiel würdig zu Ende zu bringen, geben wir die Punkte ab."

Zum erwarteten Strafmaß wollte sich der 39-Jährige nicht äußern: "Das wäre reine Spekulation." Wohl aber soll mit Hilfe der Polizei und Bildern des MDR versucht werden, die Täter zu ermitteln und zu bestrafen. Wobei Kallnik betonte: "Man darf das Ganze auf keinen Fall pauschalisieren. Die meisten unserer Fans sind friedlich."