Magdeburg (ju) l Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg hat am Montagabend in seiner Präsidiumssitzung auf die erneuten Ausschreitungen im Umfeld seiner Spiele reagiert und mit weitreichenden Maßnahmen den Krawallmachern unter den FCM-Fans den Kampf angesagt. Am Sonnabend beim 3:1 gegen Lok Leipzig war es zum wiederholten Mal nach dem Abbrennen von Bengalos und dem Zünden von Böllern zu einer Spielunterbrechung gekommen. Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat ein Sportgerichtsverfahren eingeleitet.

Beschlossen wurde die Aufnahme eines Vermummungsverbotes während der Heimspiele des 1. FC Magdeburg in die Stadionordnung. "Das Präsidium und die mit dem Verein zusammenarbeitenden Sicherheitsorgane unterstreichen damit nochmals das konsequente Vorgehen gegen Personengruppen, die die Spiele des 1. FC Magdeburg als Plattform für gewalttätiges und gefährliches Handeln nutzen", hieß es in einer am Abend verbreiteten Presseerklärung.

Der Verein hat zudem mehrere Stadion- und Hausverbote ausgesprochen. In einem weiteren Schritt wird ein Umlegen der zu erwartenden Verbandsstrafen auf festgestellte Personen angestrebt und konsequent verfolgt. Betroffen sind das Pokalendspiel gegen den VfB Germania Halberstadt am 31. Mai 2013 (Strafe 7500 Euro) sowie das Regionalliga-Auswärtsspiel beim SV Babelsberg 03. Das Verfahren ist beim NOFV noch anhängig.