Basketball l Magdeburg. Die wohl schwärzeste Woche in der zwölfjährigen Geschichte des BBC Magdeburg ist perfekt: Am Freitag ist der Protest gegen die Nürnberg-Niederlage (72:73) der Otto Baskets in der 2. Bundesliga Pro A abgeschmettert worden.

Die Baskets hatten moniert, dass im Heimspiel am vergangenen Sonnabend der Foulpfiff vor dem spielentscheidenden Freiwurf erst nach der Schlusssirene ertönte. Spielleiter Jochen Böhmcker plädierte jedoch auf eine Tatsachenentscheidung, "weil sie das ist, was die Schiedsrichter wahrnehmen. Und die hatten die Schlusssirene erst nach dem Foulpfiff gehört", erklärte Böhmcker. Die Otto Baskets können in den drei Tagen nach Zustellung des Urteils Berufung beim Schiedsgericht der Bundesliga einlegen. Der Weg zur nächsten Instanz würde 750 Euro kosten. "Wir verstehen das Urteil nicht", sagte BBC-Vize Peter Bogel. "Wir werden jetzt eine Nacht drüber schlafen und dann entscheiden, wie wir vorgehen." Zumal gerade fehlendes Geld bereits am Donnerstag für einen Rückschlag gesorgt hatte.

An jenem Tag zog der Verband den Baskets zwei Zähler aufgrund der unvollständigen Zahlung der insgesamt 75 000 Euro teuren Wildcard, mit der der BBC die Teilnahme an der Pro A gesichert hatte, ab (Volksstimme berichtete). Noch am Abend veröffentlichte der Verein auf seiner Facebook-Seite ein Statement zur aktuellen Lage: Bogel zeigte sich "sehr bestürzt" ob des Punktabzugs. Er erklärte außerdem: "Die Lage ist jetzt so und wir können nach menschlichem Ermessen daran nichts ändern - so bitter es für alle Beteiligten ist." Nun ist seine geäußerte Hoffnung auf ein Wiederholungsspiel gegen Nürnberg auch noch gestorben.

Die auf den Klassenerhalt ist es indes nicht, wenngleich die Chancen des nunmehr Tabellenletzten (zwölf Punkte) auf ein Mindestmaß geschrumpft sind. Noch drei Spiele sind zu absolvieren. Sonnabend sind die Otto Baskets zu Gast in Gießen (20 Uhr).