Magdeburg l Wenn Peter Fechner, Präsident des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg, bei der heutigen Mitgliederversammlung (18.30 Uhr, Business-Raum der MDCC-Arena) seinen Rechenschaftsbericht vorträgt, werden die Anwesenden viel Positives hören.

Im Spieljahr 2013/14 Tabellenzweiter, dazu Landespokalgewinner, in der neuen Saison zuletzt drei Siege in Folge und glanzvolle Auftritte im DFB-Pokal. "Da ist so einiges auf der Haben-Seite", betonte der 59-Jährige, der ferner verkünden kann, dass der Schuldenberg weiter geschrumpft ist.

Dabei sah die Lage noch vor wenigen Wochen weitaus weniger rosig aus, hatte der Club sogar einen inzwischen wieder aufgehobenen Ausgaben-Stopp verhängt. "Das war", so Fechner, "eine reine Schutzmaßnahme. Wir mussten handeln, um einer möglichen ernsthaften Krise vorzubeugen." Hintergrund: Die Mannschaft hatte in der Regionalliga viermal in Folge verloren, sich dabei Mitte Oktober beim 1:2 gegen Neu-strelitz bis auf die Knochen blamiert. So lief der Verein Gefahr, dass die Zuschauereinnahmen bei den Heimspielen dramatisch einbrechen.

Das fast ausverkaufte DFB-Pokalduell gegen Bayer Leverkusen läutete trotz des unglücklichen Ausscheidens die Wende ein. Inzwischen ist der FCM Dritter und Fechner deutlich zuversichtlicher: "Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde noch ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden können. Wenn es nicht klappt, greifen wir in der darauffolgenden Saison wieder an. Das Ziel heißt dritte Liga, doch es geht nicht mit der Brechstange. Deswegen haben wir für diese Phase auch drei Jahre eingeplant, sind jetzt im ersten."

Eventuell wird dafür der Kader im Winter noch verstärkt. "Wir nagen nicht am Hungertuch. Bislang gab es vom sportlichen Bereich aber keine konkreten Signale", sagte Fechner, dem momentan die Arbeit sehr viel Freude bereitet. Das liegt nicht nur am guten Lauf der Regionalligamannschaft, sondern auch an der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit seinen beiden Präsidiumskollegen Mario Kallnik sowie Hagen Hoffmann und am neuen Trikot-Hauptsponsor FAM. "Ein enormer Qualitätssprung, der mich stolz und glücklich macht", so Fechner.