Magdeburg (dh) l Bei den 127. deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin ist am Donnerstag beinahe Unglaubliches geschehen: Franziska Hentke vom SC Magdeburg hat nicht nur ihren Titel über die 400 Meter Lagen verteidigt. Die 25-Jährige hat im Europasportpark zudem in 4:42,73 Minuten als einzige Starterin die WM-Norm unterboten. "Damit habe ich im Leben nicht gerechnet", erklärte Hentke, die sich noch am vergangenen Wochenende mit einem fiebrigen Infekt plagte. Der vierte Platz ging an Finnia Wunram, die in 4:45,79 Minuten ebenfalls zu einer neuen Bestzeit schwamm.

Da Hentke auch die ebenso wichtige Vorlaufnorm unterboten hatte, hat sie den so wichtigen ersten Schritt zur Weltmeisterschaft in Kasan (Russland/24. Juli bis 9. August) gemacht. "Diese Zeit lässt sich auch im internationalen Maßstab sehen", meinte ihr völlig überraschter Trainer Bernd Berkhahn. Die nächste Chance auf eine WM-Norm hat Hentke am Sonnabend über die 200 Meter Schmetterling.

Marcus Herwig lieferte derweil die beste Leistung bei den Herren ab: Der 19-Jährige erreichte über 1500 Meter beim Sieg des Würzburgers Sören Meißner (15:04,93 Minuten) den sechsten Platz in 15:42,04 Minuten und blieb nur eine halbe Sekunde über Bestzeit. Und Emily Charlotte Feldvoss (14) schwamm bei ihrem neunten Rang über 800 Meter Freistil erstmals unter neun Minuten: 8:59,70. Es gewann Leonie Beck (Würzburg/8:27,37).

Die zweite Medaille des Tages sicherte dem SCM die 4x200 Meter-Freistilstaffel der Herren mit der Silbermedaille hinter der SG Stadtwerke München.