Cozumel/Magdeburg l Die Wetterfrösche hatten gelogen: Statt Sonne und lauer Wind stürmte es am Sonnabend über den Yucatan-Chanel vor der mexikanischen Insel Cozumel. Hohe Wellen machten allen Athleten zu schaffen. Auch Rob Muffels. Der Freiwasser-Athlet des SC Magdeburg wurde sogar auf ein Riff geschwemmt, zog sich Kratzer zu, der neue Anzug im Wert von 329 Euro landet nun im Müll.

Und der 20-Jährige resümierte nach Platz 34 beim Weltcup über die olympischen zehn Kilometer, zugleich die erste Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Kasan (24. Juli bis 9. August): "Enttäuscht wäre untertrieben." Es gewann der Brite Jack Burnell, bei den Frauen siegte Haley Anderson (USA).

Muffels als viertbester Athlet des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) und Teamgefährtin Finnia Wunram als 25. (3. der DSV-Frauen) haben kaum Chancen auf eines der jeweils zwei WM-Tickets, die nach der zweiten Qualifikation in Balatonfüred (Ungarn/20. Juni) vergeben werden. Am Ende ergibt sich aus der Addition der Ränge aus beiden Wettbewerben die Kasan-Nominierung.

"Beide haben gute Rennen bestritten", meinte Trainer Bernd Berkhahn dennoch. Beide schwammen lange in der Spitze mit, ehe sie von ihren Kräften verlassen wurden. "Ihnen fehlt die Erfahrung, ein Ozean-Rennen mitzugestalten. Wir überlegen nun, wie wir die weitere Saison gestalten."

Eine Chance haben Muffels und Wunram noch auf ein WM-Ticket: Sie können sich über die deutschen Meisterschaften Ende Juni in Lindau (Bodensee) für die nicht-olympischen fünf Kilometer qualifizieren.

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