Jena (jb) l Sie haben einst Millionen Fans vor den Fernseher und in die Hallen gelockt, warum liegt das Frauenboxen heute am Boden?
Regina Halmich:
Das Frauenboxen kriselt, weil das Profiboxen insgesamt eine schwierige Phase durchmacht. Dass wir aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen nahezu verschwunden sind, ist sehr traurig. Um so mehr kann ich den MDR, der jetzt versucht, dagegenzusteuern, nur loben.

Was sind die Gründe für die Krise?
An der Leistung kann\'s nicht liegen. Was ich allein heute in Jena gesehen habe, die vielen jungen Talente, aber auch die beiden Frauenkämpfe - all das hatte Klasse. Das Boxen verkauft sich nun mal über einzelne Personen. Ich denke, es fehlt heute an Typen, an Charakteren. Die gab es zu meiner Zeit mehr, auch, weil die Konkurrenz noch größer war.

Was würden Sie ihrer Nachfolgerin Christina Hammer raten?
Sie hat eigentlich alles, das Gesamtpaket stimmt. Daraus könnte ihr Management noch mehr machen. Das beste Argument ist Leistung, also dranbleiben!