Leipzig l „Ich glaube, das war’s. Mir reicht’s!“ Mit diesen Worten gegenüber der Volksstimme hat  Europameister Robert Stieglitz in der Nacht zum Sonntag in Leipzig das Ende seiner beeindruckenden Boxer-Karriere angekündigt. Zuvor hatte der 35-jährige Magdeburger seinen im November erkämpften Europameistertitel im Halbschwergewicht durch ein harterkämpftes Remis gegen den drei Jahre älteren Nikola Sjekloca aus Montenegro erstmals verteidigt. Die drei  Ringrichter hatten den engen Zwölf-Runden-Kampf mit 115:113, 114:114 und 113:113 gewertet – somit behält der SES-Boxer seinen Gürtel.

„Es war nicht mein bester Kampf, irgendwie hat alles nicht gepasst. Ich bin mit der Art und Weise, wie Sjekloca geboxt hat, überhaupt nicht klar gekommen“, ging Stieglitz rund 90 Minuten nach dem Duell vor 5500 Zuschauern in der Arena Leipzig hat mit sich ins Gericht. „Der Kampf war ein Zeichen. Mein Gefühl sagt mir, es reicht. Man kann das Alter eben nicht austricksen, und irgendwann muss Schluss sein, auch wenn es schwerfällt.“

Bösel siegt durch furiosen K.o.

Stieglitz, Ehrenbotschafter der Stadt Magdeburg,  hat in seiner Karriere 57 Profikämpfe bestritten, davon verlor er nur fünf. Der Schützling von Promoter Ulf Steinforth, der als Russlanddeutscher im Jahr 2000 übergesiedelt war und 2001 sein Profi-Debüt feierte, wurde 2009 und 2013 zum WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht gekürt.

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Einen deutlichen Erfolg hat derweil Dominic Bösel im zweiten Hauptkampf der SES-Boxgala gefeiert. Durch technischen K.O. in der sechsten Runde gegen den Finnen Sami Enbom verteidigte der Freiburger seine Interconti-Titel der WBO und WBA im Halbschwergewicht und schnappte sich zudem den vakanten Gürtel der IBF