Reform. Zum dritten Mal muss die Fertigstellung des Krippen-Anbaus (52 Plätze) am Kindergarten "Waldschule" (neben Freibad Süd) verschoben werden. Als am 9. Februar 2010 der erste Spatenstich erfolgte, war als Eröffnungstermin noch der Oktober 2010 im Gespräch. Viel zu optimistisch, wie sich bald zeigte. Bereits im Juni 2010 war dann von Dezember 2010 die Rede.

Doch auch daraus wird nichts. Grund: Der frühe Wintereinbruch. Heike Trautmann von den Johannitern: "Am Anbau fehlt noch die Fassade. Die aber können die Leute vom Bau nur bei milderen Temperaturen anbringen." Zumindest gelang noch der Einbau der Fenster im alten Jahr – so könnte der Innenausbau weitergehen. Gestern aber war kein Bauarbeiter vor Ort zu sehen. Vermutlich geht es am Montag weiter, "mildere Temperaturen" gibt es ja inzwischen. Heike Trautmann visiert als neuen Eröffnungstermin "Ende Januar" an.

Darauf hoffen auch die Eltern der 52 Kinder, die lieber gestern als heute ihre Knirpse im neuen "Bienenhaus" am Freibad abgeben möchten. Eigentlich hat der Neubau nur eine Kapazität von 45 Plätzen. Doch angesichts des Riesenbedarfs hat das Jugendamt bereits eine Sondergenehmigung für die Aufnahme von 7 Kindern über die Kapazität hinaus erteilt. Aus gutem Grund, liegen doch für die neue Alt-Reformer Krippe nach Angaben von Hella Konitzni, Leiterin des Kindergartens "Waldschule", weit über 100 Anmeldungen vor.

Der Anbau sollte eigentlich ein Ersatzneubau für die Kinderkrippe "Bienenhaus" im Förderstedter Weg sein. Inzwischen steht fest: Das alte "Bienenhaus" bleibt vorerst erhalten – am Freibad entsteht ein zweites "Bienenhaus".

Finanziert wird der Neubau zu 90 Prozent aus Bundesfördermitteln aus dem Krippenaufbauprogramm und zu 10 Prozent von der GWG Gartenstadt Reform (Eigentümer des Gebäudes). Insgesamt kostet der Anbau 915 000 Euro.