Neunkirchen (vst). Paul Linz, Ende März 2009 beim Regionalligisten 1. FC Magdeburg gefeuert, weil das Saisonziel 3. Liga in weite Ferne gerückt war und seitdem ohne Job, ist neuer Trainer des Fußball-Oberligisten Borussia Neunkirchen.

Der 55-jährige Fußball-Lehrer wurde am Samstag als Nachfolger des entlassenen Kurt Knoll präsentiert. "Paul Linz ist ein sehr renommierter Trainer mit Zweitligaerfahrung und beachtlichen Erfolgen. Er hat einen Bezug zur Region, kennt den regionalen Spielermarkt und will in Neunkirchen etwas Nachhaltiges aufbauen", erklärte Vorstandsmitglied Martin Bach als Leiter des Spielausschusses. Die Verpflichtung von Linz sei ein Signal an Fans und Sponsoren, dass sich Borussia wieder sportliche Ziele setze. Anders als sein Vorgänger wird Linz im Hauptberuf als Trainer in Neunkirchen arbeiten. Sein Vertrag ist zunächst bis zum 30. Juni 2011 befristet.

"Borussia Neunkirchen hat noch immer einen Namen. Es gilt, diesen wieder mit Leben zu füllen", sagte Paul Linz über die Aufgabe beim früheren Bundesligisten. Man könne bei Borussia eigentlich nur gewinnen. Linz lobte die Gespräche mit dem neuen Vereinsvorstand um den Vorsitzenden Giuseppe Ferraro. "Der neue Vorstand hat mich überzeugt. Die Leute hier wollen anpacken und etwas bewegen", so Linz. Gemeinsam werde man versuchen, die Borussia wieder auf Vordermann zu bringen. Alleine sei das nicht zu schaffen. Der neue Trainer appellierte auch an das Umfeld des Vereins und die gesamte Stadt, die Borussia zu unterstützen.

Am Samstagmorgen stellte sich Linz seiner neuen Mannschaft vor. Im Anschluss leitete er die erste Trainingseinheit in diesem Jahr. "Das erste Ziel wird sein, die Mannschaft zu stabilisieren", sagte Linz über das rein Sportliche. Nach wechselhaften Vorstellungen in der Hinrunde belegt Neunkirchen zur Winterpause den elften Platz in der Oberliga Südwest.