Heute findet in den Räumlichkeiten der SKET GmbH der traditionelle Neujahrsempfang des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg statt. Durch die Präsentation eines neuen Premium-Partners gewinnt der Termin, an dem auch Oberbürgermeister Lutz Trümper teilnimmt, diesmal an zusätzlicher Bedeutung. Wie die Volksstimme aus zuverlässiger Quelle erfuhr, steigt die Deutsche Post AG bei den Elbestädtern ein.

Magdeburg. Die Deutsche Post AG mit Hauptsitz in Bonn ist das größte Logistik- und Postunternehmen weltweit, beschäftigte 2009 knapp 437 000 Mitarbeiter, darunter zirka 150 000 in Deutschland. Der Umsatz betrug stolze 46,2 Milliarden Euro.

Laut Volksstimme-Informationen engagiert sich die Post AG beim FCM für die nächsten eineinhalb Jahre mit einer hohen fünfstelligen Summe und erweitert damit den so genannten Kreis der Premium-Partner, dem bislang die Stadtwerke Magdeburg (SWM), Förderanlagenbau Magdeburg (FAM), die Magdeburg-city-com Gmbh (MDCC) und die Stadtsparkasse angehören. Der Vertrag (mit Option für eine längerfristige Unterstützung) soll bereits unterschrieben sein.

Überregional tritt das Unternehmen als Fußball-Sponsor beim DFB-Pokal, der Frauen-Nationalmannschaft und im Sommer auch bei der Frauen-WM in Deutschland auf.

Damit haben es die FCM-Verantwortlichen geschafft, innerhalb kurzer Zeit drei potente Geldgeber an den Club zu binden. Neu eingestiegen als Haupt- und Brustsponsor war das Modeunternehmen "Camp David", Bestandteil eines Franchise- und Shop-Partner-Systems, das unter dem Namen Chelsea von der Clinton Großhandels GmbH betrieben wird. Rund 300 000 Euro jährlich sollen in die FCM-Kasse fließen. Darüber hinaus war es gelungen, auch den bisherigen Hauptsponsor, die Wernesgrüner Brauerei, weiter an sich zu binden, wenn auch zu verringerten Bezügen. Nun kommt die Deutsche Post AG neu hinzu.

Ruud Kaiser, derzeit beim FCM Trainer und Manager in Personalunion, wird‘s freuen, wenn sich die allemal prekäre finanzielle Situation entspannt. Allerdings musste der 50-Jährige jetzt einen Rückschlag hinnehmen. Die Verpflichtung seines Wunschspielers Flavien Belson kommt nicht zustande. Der Coach hatte den 23-jährigen Franzosen getestet und viele lobende Worte gefunden. Noch-Präsident Volker Rehboldt machte Kaiser aber einen Strich durch die Rechnung, indem er klarstellte: "Belson wird nicht für den FCM spielen, weil seine finanziellen Forderungen für uns nicht leistbar sind." Gleichwohl bescheinigte Rehboldt dem Holländer gute Arbeit: "Er ist auch bei Sponsorengesprächen sehr aktiv."

Somit ist äußerst fraglich, ob überhaupt noch ein Innenverteidiger transferiert wird, zumal die Wechselfrist Ende des Monats abläuft.

Übrigens: Heute (18.30 Uhr, Zielitzer Straße) bestreitet der FCM beim Landesklasse-Vertreter TuS Neustadt seinen letzten Test vorm Rückrundenstart am Sonntag in Kiel.

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