Im Achtelfinale des BVSA-Landespokals hat Oberliga-Spitzenreiter Bodfeld Baskets Oberharz sein Heimspiel gegen den Tabellenführer der 2. Regionalliga, die Aschersleben Tigers, knapp mit 114:124 verloren.

Elbingerode. Die Mission war vor dem Spiel klar: Die Gastgeber wollten gegen den favorisierten Gegner nach fast zwei Jahren ohne Heimniederlage auch diesmal in der "Festung Bodfeldhalle" ungeschlagen bleiben. Daraus wurde am Ende jedoch nichts. Die Baskets Oberharz unterlagen knapp nach aufopferungsvollem Kampf.

Beeindruckende Kulisse

Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse in der ausverkauften Halle zeigten die Oberharzer gegen den höherklassigen Kontrahenten ein großes Spiel. Nach der Niederlage war kein Zuschauer enttäuscht oder traurig, denn die Elbingeröder Korbjäger hatten den Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht.

In der Anfangsphase merkte man den Hausherren die Nervosität und den Respekt vor den eingespielten Gästen aus Aschersleben an. Durch eine exzellente Trefferquote setzten diese sich schnell ab. Außerdem verloren die Elbingeröder ihren 2,13 m-Riesen Stefan Behrens früh nach dessem fünften Foul.

Über den Halbzeitstand von 52:65 bis hin zu einem 54:76 sah alles nach einer relativ klaren Angelegenheit der Tigers aus. Nach einem weiteren Aus aufgrund des fünften Fouls von Jamal Lynch, dachten sicher nicht wenige, dass das Spiel im Sinne der Gäste gelaufen sei. Aber die Baskets glaubten an sich und wehrten sich gegen das drohende Pokal-Aus. Punkt für Punkt kämpften sie sich jetzt heran und die Zuschauer-Kulisse war da. Wie ein sechster Mann standen die Fans hinter ihrem Team. Beim Stand von 92:93, acht Minuten vor dem Ende, war das Spiel beinahe ausgeglichen. Von nun an gestaltete sich ein offener Schlagabtausch und kein Team setzte sich entscheidend ab. Beim 100:102 sowie beim 112:115 hatten die Oberharzer wahrlich Pech, hätten bei ihren Drei-Punkt-Würfen erstmals ausgleichen oder gar in Führung gehen können.

So musste kurz vor Schluss auch Daniel Pierre nach seinem fünften Foul vom Feld. Insgesamt verließen auf diese Art sechs Elbingeröder vorzeitig das Parkett. Auf Seiten der Tigers war es nur ein Akteur.

Werbung für den Sport

"Diese Unausgewogenheit bei den Fouls, zwei fragwürdige technische Fouls sowie dass den Auswechsel-Spielern der Heim-Mannschaft von den Schiedsrichtern unter Androhung eines technischen Fouls das Jubeln verboten wird, wirft ein eher fragwürdiges Bild auf die Leistung der beiden Referees", kommentierte Baskets-Spielertrainer Holger Neubert. So behielten die Tigers auch durch eine gute Leistung von der Freiwurf-Linie die Nerven und setzten sich auch aufgrund einer ausgeglichener besetzten Mannschaft letztlich verdient durch. Den Applaus der Zuschauer für die Harzer gab es nach dem Spiel trotz der Niederlage. Auch die wohl einmalige Atmosphäre war Werbung für den Basketball und macht Freude auf die bevorstehenden Playoff-Spiele.

"Obwohl wir uns natürlich ein Happy-End gewünscht hätten, kann die Mannschaft nach diesem tollen Spiel mit erhobenem Haupt vom Feld gehen," resümierte Holger Neubert.

BBO: Schlemmer, Behrens, Richardson, Pierre, Schäfer, Foit, Gropp, Rehse, Neubert, Lutz, Träger, Lynch.