Die Erfolgsserie des VfB Germania Halberstadt hat eine weitere Fortsetzung erfahren. Auch das zweite Leipziger Gastspiel innerhalb von sechs Tagen entschied der Tabellenzweite für sich. Beim 1. FC Lok siegte das Petersen-Team mit 3:0 (1:0).

Halberstadt. Wieder hatte ein Kult-Verein das Nachsehen. Mit nun 20 Spielen ohne Niederlage steuert der VfB Germania auf direktem Weg Richtung Regionalliga und hat vor dem Spitzenspiel am Mittwoch eine Kampfansage in Richtung Auerbach gesendet.

Wieder mit im Startaufgebot stand Alex Kopp nach seiner Verletzung. Franz Fitkau blieb zunächst unten, kam aber nach 69 Minuten für Leeroy Götz ins Team. Vor der prächtigen Kulisse von rund 2150 Zuschauern suchten beide Mannschaften den Abschluss. Die Gastgeber brauchten zwar mehr Eingewöhnungszeit, hatten dann aber einige gute Szenen. Schon in dieser frühen Phase ließen sich die Leipziger allerdings auch oft nach regelkonformen Zweikämpfen fallen, eine Spielweise, die die Gastgeber die gesamten 90 Minuten durchziehen sollten. Schiedsrichter Jauch ließ sich – trotz lautstarker Fan-Proteste – davon nicht täuschen. Eine dieser Szenen gehörte Seipel, als er in den VfB-Strafraum eindrang, aber von Alex Gröger fair vom Ball getrennt wurde (16.). Die Leipziger Druckphase beendete Halberstadts Führungstrefferjäh. Roy Blankenburg flankte von links in Richtung Strafraum, dort nahm Michael Preuß die Hereingabe volley und setzte das Leder ins obere rechte Eck. Keeper Jan Evers im Lok-Gehäuse war hier ohne Abwehrchance.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatte Fraunholz den Ausgleich auf dem Kopf, völlig frei vor Keeper Kischel setzte er den Ball aber neben das Gästetor. Er sollte im gesamten Spiel glücklos bleiben, trotz mehrerer aussichtsreicher Aktionen. Als die Messestädter immer mehr aufrückten und Richtung Germania-Tor drängten, öffneten sich für die Halberstädter Freiräume. Immer wieder kam der VfB in den gegnerischen Strafraum, dort wurde jedoch auch zu leichtfertig eine mögliche Vorentscheidung vergeben. Glück hatte Germania, als Eggert‘s Querschläger vom "Unglücksraben" Fraunholz nicht genutzt wurde (75.). Eine ganz neue Eigenschaft zeigten die Gäste in den letzten Minuten: Erst traf erneut Preuß in abgezockter Manier, in der Schlussminute machte es Sturmpartner Banser noch cooler und hob den Ball über Evers zum 3:0 ins Tor. Der VfB hatte eiskalt zugeschlagen