Von Rainer Schweingel

Werder. Die spektakuläre Licht- und Feuerwerksshow "Elbe in Flammen" wird es in diesem Jahr nicht geben. Das erfuhr die Volksstimme von Georg Bandarau, Geschäftsführer des Vereins Pro M. Der Stadtmarketingverein hatte gemeinsam mit Partnern die Veranstaltung in den vergangenen beiden Jahren am Elbufer organisiert und jeweils Zehntausende Besucher angezogen. Ursache für die Absage sind Spätfolgen des Hochwassers. Georg Bandarau: "Wir haben uns schweren Herzens für die Absage entscheiden müssen. Ausschlaggebend waren Sicherheitsaspekte."

Die Stadtverwaltung hatte dem Verein mitgeteilt, dass man keine Garantie dafür abgeben könne, dass die Elbwiesen unterhalb der Württemberg und im Bereich des Klosterbergegartens zum geplanten Zeitpunkt am 4. Juni wieder so abgetrocknet und regeneriert seien, dass darauf eine Veranstaltung mit tonnenschweren Bühnen und Tausenden Besuchern bedenkenlos stattfinden kann. "Wir haben uns – auch vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse von Duisburg – deshalb frühzeitig entschlossen, die Veranstaltung abzusagen. Wir wollen weder ein Gesundheitsrisiko für die Besucher noch ein finanzielles Risiko für uns eingehen, falls die Veranstaltung dann doch kurzfristig abgesagt werden müsste", so Bandarau. Alternativtermine seien wegen zeitlicher Überschneidungen mit anderen Großveranstaltungen nicht möglich gewesen. Ausgeschlossen sei ebenso ein Wechsel des Standortes, weil das Konzept "Elbe in Flammen" nur im Bereich der Elbwiesen zwischen Hub- und Sternbrücke umsetzbar sei. "Wir hoffen auf das Verständnis der Magdeburger und ihrer Gäste und werden eine Neuauflage 2012 anstreben", so Bandarau.