Der Kampf um den Klassenerhalt stand in den Nachholspielen der Fußball-Harzoberliga am Karfreitag im Blickpunkt. Dabei holte der SV Grün-Weiß Hasselfelde einen ganz wichtigen "Dreier", verließ durch den Sieg über den SV Darlingerode/Drübeck vorerst wieder die Abstiegsränge..

Grün-Weiß Hasselfelde – SV Darlinger./Drüb.4:2 (1:2)

"Neue Besen kehren gut" – dieses Sprichwort bewahrheitete sich auch für den Trainer wechsel beim SV Grün-Weiß Hasselfelde. Im ersten Spiel unter dem neuen Coach Frank Hoffmann, der nach der Niederlage in Langenstein das Amt von Stefan Burdack übernahm, fuhren die Oberharzer drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ein. Dabei verlief der Start für die Platzherren ernüchternd, Franz Lüderitz verwandelte einen Freistoß direkt zur frühen Darlingeröder Führung. Die Antwort der Gastgeber folgte aber postwendend, Kay Lachmund glich nach einem langen Einwurf aus. Zwar hinterließ Darlingerode im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit spielerisch den besseren Eindruck, konnte sich aber kaum Chancen herausspielen. Ein Elfmeter nach Foul von Sven Rittweger an Lüderitz brachte die erneute Führung, Christoph Pinta verwandelte sicher. Nach der Pause verschoben sich die Kräfteverhältnisse deutlich, Hasselfelde war nun das klar spielbestimmende Team. Auch die Chancenverwertung passte diesmal, Sebastian Teege nach Rißmann-Zuspiel und Nico Rißmann selbst per Kopfball nach eiem Freistoß drehten das Spiel binnen fünf Minuten. Mit seinem zweiten Treffer nach schöner Einzelleistung machte Rißmann nach 65 Minuten alles klar. Fabian Posselt und Kay Lachmund ließen danach hochkarätige Chancen für einen höheren Sieg ungenutzt.

Torfolge: 0:1 Franz Lüderitz (8.), 1:1 Kay Lachmund (13.), 1:2 Christoph Pinta (32. FE), 2:2 Sebastian Teege (52.), 3:2, 4:2 Nico Rißmann (57., 65.); Schiedsricher: Tim Heyer (Halberstadt).

TSV Zilly 1911 – TuS Elbingerode1:1 (0:1)

In einer kampfbetonten Partie hatte Zilly durch einen Freistoß von Ingolf Meyer die erste Chance (7.), doch drei Minuten später schoss Mateusz Rogacki die Elbingeröder in Front. Der TSV bemühte sich zwar um den Ausgleich, musste aber bei den schnellen Angriffen der Elbingeröder auf der Hut sein. Auf Zillyer Seite hatten Daniel Harsdorf, der per Kopf nur die Latte traf (32.), und Ingolf Meyer (35., 40. Freistoß) gute Chancen zum Ausgleich, auf der Gegenseite scheiterte wiederum Rogacki freistehend an Zillys Keeper Florian Feja. Mit Beginn der zweiten Halbzeit verstärkten die Platzherren den Druck, Daniel Harsdorf (48.) und Gert Becker (50.) verpassten zwei Großchancen zum schnellen Ausgleich. Auf der Gegenseite scheiterten Rogacki und Ronny Kommerau bei einer Doppelchance (54.). Nach zu kurzer Abwehr eines langen Flankenballs stand schließlich Gert Becker goldrichtig und vollendete überlegt zum 1:1. Den Schlusspunkt der intensiven Partie setzte TuS-Keeper Benjamin Hille, der nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah.

Torfolge: 0:1 Mateusz Rogacki (14.), 1:1 Gert Becker (76.); Schiedsrichter: Lothar Allwardt (Abbenrode); bes. Vorkommnisse: Rote Karte gegen Benjamin Hille (TuS) wegen Tätlichkeit (90.+1).

Einheit Wernigerode II – Fortuna Halberstadt0:3 (0:2)

Eine total verschlafene Anfangsphase kostete der Einheit-Reserve einen durchaus möglichen Punktgewinn gegen den Tabellendritten aus Halberstadt. Bereits nach sechs Minuten hatte Tobias Beck die Fortunen mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße befördert. Danach waren die Hasseröder ein ebenbürtiger Gegner, ließen aber wie schon so oft im bisherigen Saisonverlauf ihre Tormöglichkeiten ungenutzt. Zweimal Alexander Preiß und Christopher Zablinski verpassten bei hochkarätigen Chancen den möglichen Anschlusstreffer. Als die Gastgeber in der Schlussphase alles auf eine Karte setzten, sorgte Tobias Beck mit seinem dritten Treffer für die Entscheidung.

Torfolge: 0:1, 0:2, 0:3 Tobias Beck (1., 6., 90.); Schiedsrichter: Edgar Hörold (Braunschwende).

TSV 09 Wasserleben – Hessener SV 19283:3 (0:1)

Wasserleben hatte vor über 100 Zuschauern zunächst mehr vom Spiel, doch Benjamin Bröder und Matthias Theunert scheiterten an Gästekeeper Andreas Sackmann während ein weiter Flankenball von Tim Unterberg auf der Querlatte landete. Etwas überraschend fiel der Führungstreffer für die Gäste, Matthias Wascher reagierte nach einer Eingabe am schnellsten. Nachdem die Heimelf durch Fabian Bollmann und Nick Festerling weitere Möglichkeiten ausließ, traf Mathias Theunert kurz nach der Pause nach Riemer-Vorarbeit zum Ausgleich. Kurz darauf hätte Mook die Gäste erneut in Führung schießen können (55.). Es folgten 30 Minuten Leerlauf, ehe es in der Schlussphase Schlag auf Schlag ging. Erst sah Benjamin Bröder wegen Ballwegschlagen die Gelb-Rote Karte (81). Trotz Unterzahl ging Wasserleben durch Treffer von Bollmann (85. Kopfball) und Christian Reulecke (88. Handelfmeter) zweimal in Führung, doch Hessen glich durch Wascher und Thomas Wienert jeweils postwendend wieder aus.

Torfolge: 0:1 Matthias Wascher (16.), 1:1 Mathias Theunert (46.), 2.1 Fabian Bollmann (85.), 2:2 Matthias Wascher (86.), 3:2 Christian Reulecke (88. HE), 3:3 Thomas Wienert (90.+1)); Schiedsrichter: Uwe Wille (Dingelstedt); bes. Vorkomnisse: Gelb-Rote Karte gegen Benjamin Bröder (Wasserleben) wegen Ballwegschlagen (81.).


Germania Groß Quenstedt – Grün-Gelb Ströbeck 2:1 (1:1)

Die Anfangsphase ging eindeutig an die Gäste aus Ströbeck, der Führungstreffer war der verdiente Lohn für einen offensiven Beginn der Grün-Gelben. Christian Knuth hatte ein Abstimmungsproblem zwischen Groß Quenstedts Roland Hiersemann und Torwart Tobias Genso genutzt. Der Gegentreffer schien der richtige Weckruf, fortan fanden die Gastgeber deutich besser ins Spiel. Nach einem langen Pass von Gerit Holle aus der eigenen Hälfte war Roland Hiesermann vor dem Ströbecker Keeper am Ball und lupfte aus 18 Metern zum 1:1 ein. Die Groß Quenstedter blieben bis zur Pause am Drücker, Zählbares sprang dabei aber nicht heraus. Der zweite Spielabschnitt war eine Kopie des ersten, erneut erwischte Ströbeck den besseren Start. Diesmal blieben die Gäste aber ohne Treffer. Ab der 60. Minute übernahm der TSV Germania wieder das Zepter. Nach Foul an Christian Sellnow schlug Steffen Cherubin den Freistoß von der Mittellinie lang in den Ströbecker Strafraum, wo erneut Hiersemann mit einem unhaltbaren Kopfball das Siegtor für die Groß Quenstedter erzielte. In der Schlussphase vergaben Nico Neumann und Gerit Holle gute Möglichkeiten für einen höheren Sieg.

Torfolge: 0:1 Christian Knuth (15.), 1:1, 2:1 Roland Hiersemann (20., 77.); Schiedsrichter: Hans-Jürgen Röver (Stecklenberg).