Berlin - Bei den Verkehrs-, Kommunikations- und Energienetzen gibt es aus Sicht der Wirtschaft kaum noch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Straßenschäden stellen nach einer am Montag vorgelegten Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bei 2800 Unternehmen vor allem in Baden-Württemberg und Norddeutschland ein Problem dar. In Bayern wird am häufigsten über eine schwache Internetanbindung geklagt.

Marode Straßen und Brücken beeinträchtigen laut Umfrage in Ostdeutschland derzeit bei 62 Prozent der Unternehmen das Geschäft. 18 Prozent sehen eine deutliche, 44 eine geringe Beeinträchtigung. Bundesweit lag der Anteil der Unternehmen, die eine negative Wirkung erkannten, bei 64 Prozent. In Baden-Württemberg sprachen 31 Prozent von einer deutlichen Beeinträchtigung, in den Nordländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen zusammengenommen waren es 27 Prozent.

Probleme mit Kommunikationsnetzen machten 58 Prozent der befragten bayerischen Unternehmen geltend, 21 Prozentpunkte davon beklagten deutliche Einschränkungen. Im Bundesdurchschnitt bemängelten 54 Prozent die Qualität ihres Internetanschlusses, wobei 15 Prozent eine deutliche Beeinträchtigung für ihre Geschäfte sahen. Für einzelne ostdeutsche Länder legte das Institut keine Zahlen vor.