Magdeburg - Das für Sachsen-Anhalt bedeutende Thema Wohnungsabriss ist aus Sicht der beiden großen Wohnungsverbände zu sehr aus dem Blick der Politik geraten. Es werde diskutiert über die Mietpreisbremse und den Wohnungsmangel in Ballungszentren wie Berlin, München oder Hamburg, das spiele aber für Sachsen-Anhalt keine Rolle, sagte der Direktor des Verbandes der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalt, Jost Riecke, am Montag in Magdeburg. Bis zum vergangenen Jahr wurden kommunalen Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften noch Altschulden erlassen, wenn sie Gebäude abrissen, dafür gebe es bislang keine Nachfolgeregelung.

Der demografische Wandel sorgt bei den Unternehmen für eine wachsende Zahl leerstehender Wohnungen, allein mit dem Abriss konnte diesem Trend bislang entgegengewirkt werden.