Halle - Das verheerende Hochwasser im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt hat in der Fischereiwirtschaft nach Behördenangaben erhebliche Schäden angerichtet. "Anlagen wurden überflutet, Fische sind durch die Wassermassen regelrecht weggeschwemmt worden oder auch in Überflutungsflächen verendet", sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye. Seinen Angaben zufolge lag der Ertrag der Fischereiwirtschaft in Sachsen-Anhalt infolge der Flut 2013 bei 24,9 Tonnen. Dies sei nur gut die Hälfte des durchschnittlichen Jahresertrag von 69,6 Tonnen Speisefisch.

Vier Fischereibetriebe aus dem Burgenlandkreis und dem Kreis Stendal hätten beim Landesverwaltungsamt Hilfen in Höhe von insgesamt rund 650 000 Euro beantragt. Davon seien bisher rund 344 000 Euro bewilligt und knapp 100 000 Euro ausgezahlt worden. Die Flut hatte in Sachsen-Anhalt insgesamt nach bisherigen Schätzungen Schäden in Höhe von 2,75 Milliarden Euro angerichtet und ganze Landstriche teils wochenlang überschwemmt.