Magdeburg - In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Wildunfälle rückläufig - trotzdem kommt es statistisch gesehen im Stundentakt zu einem Zusammenprall von Tier und Auto. Von Januar bis Ende Juni wurden 5544 Wildunfälle von der Polizei registriert, wie das Innenministerium in Magdeburg am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um 11,4 Prozent.

Angesichts der Paarungszeit bei den Rehen war es in den vergangenen Wochen verstärkt zu Wildunfällen gekommen. Die Brunftzeit bei den Rehen beginnt Mitte Juli und dauert bis Ende August. Die Böcke laufen in dieser Zeit hinter den Weibchen her und achten noch weniger als sonst auf den Straßenverkehr. Aber auch die frühere Dämmerung im Herbst gilt als ein Schwerpunkt für Wildunfälle.

Bei den Wildunfällen kommt es meist zu Sachschäden an den Wagen, für die Tiere endet der Zusammenstoß dagegen oft tödlich. Experten raten in wildreichen Gebieten zu einer reduzierten Geschwindigkeit und zu ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Wagen.