Louisville - Martin Kaymer und Rory McIlroy hatten auf der Auftaktrunde der 96. PGA Championship ihren Spaß - vor allem für den nordirischen Golf-Star stimmte zum Auftakt des letzten Major-Turniers 2014 auch das Ergebnis.

"Ich habe viel mit Rory gesprochen. Wir verstehen uns gut und haben generell über alles und auch speziell über den Ryder Cup geredet", sagte der US-Open-Champion aus Mettmann, der erstmals in seiner Laufbahn mit den zwei anderen diesjährigen Major-Siegern McIlroy und Bubba Watson spielte. Hunderte Zuschauer begleiteten das prominente Trio im Valhalla Golf Club in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky.

Kaymer blieb auf dem Par-71-Kurs einen Schlag unter Platzstandard und rangierte auf dem geteilten 35. Platz. Auf das Führungstrio Lee Westwood (England), Kevin Chappell und Ryan Palmer (beide USA) hatte der Rheinländer fünf Schläge Rückstand. Zwei Birdies stand ein Bogey gegenüber. "Ich habe viele Grüns und Fairways getroffen, konnte aber leider nicht viele Putts machen, gerade aus den Mitteldistanzen nicht", sagte der 29-Jährige, der seine Schulterverletzung überstanden hat. Als Unterstützung vor allem bei der mentalen Verarbeitung ist wieder Bruder Philipp Kaymer in die USA gereist.

Während auch Masters-Champion Watson nach seiner 70er-Runde mit verschobenen Putts haderte, zeigte McIlroy nach einem Doppelbogey an der zehnten Bahn, wie er kämpfen kann. Mit fünf Birdies auf den letzten sieben Löchern ging der British-Open-Sieger und Weltranglistenerste aus Nordirland mit 66 Schlägen auf fünf unter Par. "Ich bin wirklich zufrieden mit dem Auftakt. Ich würde meine Form gern weiter so ausspielen", meinte der 25-Jährige.

Kaymer und McIlroy sind mit ihren Gedanken schon ein wenig beim Ryder Cup, den sie Ende September mit der Europa-Auswahl in Schottland gegen die USA verteidigen wollen. Mit ihren Siegen bei jeweils einem der vier wichtigsten Turniere des Jahres gelten sie als Stützen des Teams von Kapitän Paul McGinley. Bis Ende August werden die neun Starter ermittelt, die sich über eine Rangliste qualifizieren.

Um den Cut bangen muss Tiger Woods. Der 14-malige Major-Champion, dessen Start aufgrund von Rückenproblemen fraglich war, liegt nach einer 74er Runde nur auf Rang 109. "Das war nicht gut. Ich habe eine Menge schlechte Bälle gespielt. Und nicht gut geputtet. Das ist keine gute Kombination", sagte der entnervte Kalifornier. Nach der Aufgabe unter Schmerzen in Ohio in der Vorwoche hatte er nur eine vorsichtige Proberunde auf dem Platz gespielt, wo er im Jahr 2000 trotz Verletzung gewann. Doch damals war er erheblich jünger. Und sein Spiel so brillant, dass er auch gehandicapt triumphieren konnte. Den 15. Erfolg bei einem großen Turnier, den er so sehr begehrt, wird er in diesem Jahr nicht mehr schaffen können.

Titelverteidiger Jason Dufner (USA) gab auf der zehnten Bahn auf. Der Amerikaner war bereits mit großen Nackenschmerzen nach Louisville gekommen.