Berlin - Karl-Heinz Rummenigge hat sich mit dem abgekühlten Verhältnis zwischen seinem FC Bayern und Borussia Dortmund abgefunden.

"Es ist im Moment so, wie es ist. Dann haben wir aktuell eben ein wenig Eiszeit", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters der "Sport Bild". Es gebe Zeiten, in denen zwischen zwei Vereinen das Verhältnis nicht so gut sei.

Auf das traditionelle Essen mit den BVB-Verantwortlichen vor Bundesligaspielen des FC Bayern gegen Borussia Dortmund will Rummenigge "in der Zukunft" verzichten. "Das ist vielleicht ein ehrlicherer Umgang, als wenn man sich trifft und dabei gegenseitig seiner - nicht vorhandenen - Hochachtung versichert", sagte Rummenigge. Ein normales Verhältnis, wie es Dortmunds Präsident Reinhard Rauball jüngst noch angestrebt hatte, wird es damit so schnell wohl nicht wieder geben.

Zuvor hatten die BVB-Verantwortlichen nach den öffentlichen Verbalduellen das gemeinsame Mittagessen vor dem 3:0-Auswärtssieg in der Bundesliga-Partie in München abgesagt. Zu dem Zwist zwischen den beiden deutschen Top-Themas war es wegen unterschiedlicher Darstellungen über ein Darlehen in Höhe von zwei Millionen Euro gekommen. Dieses hatten die Münchner dem finanziell angeschlagenen BVB im Jahr 2004 gewährt.