Berlin - Sechs Spiele, sechs Fragen - ein Blick auf die Samstagspartien der Fußball-Bundesliga.

Hält Werders "Viktory"-Serie?

Fünf Siege nacheinander weisen Werder Bremen als die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga aus. Die Norddeutschen kommen mit Trainer Viktor Skripnik als bestes Team der Rückrunde zum FC Schalke 04. In Gelsenkirchen aber haben die Grün-Weißen zuletzt viermal verloren. Die Schalker haben nach dem ernüchternden 0:2 gegen Real Madrid im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League nur noch ein Saisonziel: den Wiedereinzug in die Königsklasse. Dafür setzt Coach Roberto Di Matteo zur Not wieder auf eine verstärkte Defensive.

Ist Martin Schmidt der neue Thomas Tuchel?

Der Nachfolger des glücklosen Kasper Hjulmand soll Mainz aus dem Abstiegssumpf befreien. Die Methoden des diplomierten Automechanikers Martin Schmidt erinnern an seine Vorgänger Jürgen Klopp und Thomas Tuchel. Stichworte: Leidenschaft, Emotionen, Vollgas-Fußball. Dem stellt sich Eintracht Frankfurt mit Trainer-Veteran Thomas Schaaf entgegen. Genug Zutaten für ein brisantes Derby.

Macht Freistoßkünstler Meha seine Drohung gegen Bayern wahr?

"Meine Freistöße werden gefährlich kommen. Da kann auch bei Manuel Neuer einer reingehen", tönte Paderborns Alban Meha vor dem ungleichen Duell mit dem Tabellenführer Bayern München. Für den Rekordmeister eine schnöde Pflichtaufgabe, für die Gastgeber das Heimspiel des Jahres. Für eine Überraschung braucht es aber wohl deutlich mehr als Mehas Künste.

Stürzt die Werkself weiter ab?

Bayer Leverkusen sucht den Zauber der Anfangstage unter Trainer Roger Schmidt. Eine Pleite in Augsburg wäre ein schlechtes Omen für das schwere Champions-League-Achtelfinale gegen Atletico Madrid. Schon zum Frühjahrsanfang könnten bei Bayer alle Hoffnungen dahingegangen sein. Immerhin haben die Rheinländer alle sieben Bundesliga-Spiele gegen den FCA gewonnen. "Wir werden alles dran setzen, diese Serie zu brechen", kündigte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl an.

Bekommt Freiburg wieder die Kurve?

Zusammenhalt, das soll wieder der Trumpf der Breisgauer im Kampf um den Klassenverbleib sein. "Wer es schafft, als Mannschaft zu denken, und nicht nur Ich-AGs hat, wird nicht absteigen", sagte SC-Trainer Christian Streich. Gegner Hoffenheim spielte zuletzt wechselhaft, daraus wollen die vom 2:0 in Berlin beflügelten Gastgeber ihren Nutzen ziehen.

Schießt Köln daheim endlich wieder Tore?

Stadion-Besuche in Müngersdorf waren zuletzt etwas für Diät-Freunde. Dreimal in Serie spielten die Domstädter daheim 0:0. Insgesamt gab es schon fünf Nullnummern in den zehn Kölner Heimspielen dieser Saison. Von der Papierform droht bei der Begegnung mit den zuletzt arg wackligen Hannoveranern am Samstagabend die nächste Magerkost.