Berlin - Die Zahl der Hautkrebsbehandlungen in deutschen Krankenhäusern ist laut Statistischem Bundesamt innerhalb von fünf Jahren um ein Viertel gestiegen. Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, lässt sich aber mit einfachen Mitteln senken.

Zu viel UV-Strahlung gilt als wesentliche Ursache für Hautkrebs. Wer nur wenig Zeit in der Sonne verbringt und sich dabei immer gut mit einem Sonnenschutzmittel eincremt beziehungsweise vor UV-Strahlen schützende Kleidung trägt, beugt dem vor.

Besonders sonnenbrandgefährdet seien die sogenannten Sonnenterrassen am Körper, erläutert die Verbraucher Initiative: Ohren, Nasenrücken, Schultern, Wangen, Nacken, Hand- und Fußrücken brauchen beim Eincremen besondere Aufmerksamkeit. Die pralle Mittagssonne sollte tabu sein.

Zwar ist Kleidung ein wirksamer Sonnenschutz, aber nicht jedes Textil schützt gleich gut: Ein leichtes, weißes T-Shirt oder Baumwollhemd lässt ein Zehntel der UV-Strahlen durch, erläutern die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Das entspricht dem sogenannten Ultraviolet Protection Factor (UPF) von 10. Dicht gewebte, dunklere Baumwollkleidung hat einen UPF von 20 - es kommt also nur noch ein Zwanzigstel der Strahlen an die Haut.

Gesetzlich Versicherte können sich ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre auf Hautkrebs untersuchen lassen. Das zahlen ihre Krankenkassen, erläutert der Krebsinformationsdienst in Heidelberg. Der Arzt schaut sich dabei die gesamte Haut sowie die Schleimhäute mit dem bloßen Auge an, zum Teil mit Hilfe einer Lupe.

Gibt es nach der Untersuchung einen Verdacht auf Hautkrebs, muss der Betroffene das auf jeden Fall mit einem Facharzt besprechen, wenn die Untersuchung nicht sowieso schon von einem Dermatologen vorgenommen wurde.