Hamburg - Am Wochenende (25./26. Oktober) werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt. Eine Umfrage zeigt: Die meisten Menschen in Deutschland haben keine Lust auf die Zeitumstellung. Viele wollen lieber Sommerzeit für immer.

Die meisten Menschen in Deutschland lehnen die Zeitumstellung einer Umfrage zufolge ab. 71 Prozent der Befragten halten sie für überflüssig und wollen sie am liebsten abschaffen, wie die DAK-Gesundheit in Hamburg mitteilte. "Nur noch 27 Prozent der Deutschen halten die Zeitumstellung für sinnvoll." Etwa jeder Vierte kämpft demnach mit den Folgen der Uhrenumstellung, vor allem Berufstätige klagen über gesundheitliche Probleme. In der Nacht zum Sonntag (26. Oktober) werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt.

Knapp 60 Prozent der Umstellungsgegner wollen der Umfrage zufolge die Sommerzeit als ganzjährige Zeit - für die DAK-Gesundheit eine Überraschung. "Dabei gilt die Winterzeit als Normalzeit und soll laut Wissenschaftlern und Gesundheitsexperten besser für den Stoffwechsel und für das Wohlbefinden sein", hieß es.

Nach der Zeitumstellung können sich viele Menschen laut den Ergebnissen der Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK schlechter konzentrieren, sie sind müde und schlapp, haben Einschlafprobleme oder Schlafstörungen. Zwölf Prozent der Betroffenen klagten sogar über depressive Verstimmungen. Jeder fünfte Befragte kam den Angaben zufolge nicht pünktlich zur Arbeit.

Aus medizinischer Sicht sei die Winterzeit für den Organismus gesünder als die Sommerzeit, erklärte die Ärztin Elisabeth Thomas von der DAK-Gesundheit: Für die innere Uhr sei ein heller Morgen wichtiger als ein heller Abend. "Gehen wir beispielsweise im Dunkeln zur Arbeit oder zur Schule, fehlt ein wichtiges Signal." Im Herbst und Winter sollten daher möglichst viele Sonnenstrahlen genutzt werden. In Deutschland wurde die Sommerzeit 1980 eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und dadurch Energie zu sparen.